"Hey, wieso können die in den Schuhen laufen?"

Alina, ich und die Statue of Liberty im Hintergrund
Alina, ich und die Statue of Liberty im Hintergrund

Okay, some neeeeeeews :)

Nun sind ja mal wieder ein paar Tage vergangen - bzw. ein Wochenende.

Am Donnerstag war ich, nachdem ich mit Paul und den Kids laufen und sprinten war, mit Saskia bei Steffi. Wir haben zwar keine riesen Action gemacht, aber hatten so viel Spaß, das tat richtig gut mit ein paar deutschen Mädls zu lachen über Gott und die Welt und unsere Gemeinsamkeit "wie die Leuten auf dem Land denn häufig so sind".

Am Freitag hatte ich die Ehre "Meatballs", also Hackfleischklößchen zu kochen. hatte ich Besuch von Alina - es war richtig schön mal wieder bisschen zu quatschen und nebenbei Salat, Obst und Cookies zu verspeißen. Wobei ich mir geschworen habe, mir keine Cookies mehr zu kaufen, da sie einfach so gut sind, dass man die Finger nicht davon lassen kann. Weiterhin zogen wir sämtliche New York Bücher aus meinem Regal und planten unsere Tour :)

Samstag musste ich dann abends auf die Kids aufpassen, da meine Hostparents ein Theaterstück ansahen. Zuvor war ich noch laufen, schwimmen und auf dem "Erwachsenen-Spielplatz", eine Art Freiluftfitnessstudio. Bei Gelegenheit fotografiere ich das mal, damit man sich darunter auch etwas vorstellen kann.

So nun zu meinem Highlight des Wochenendes: der New York Trip mit Alina :)

Um dreiviertel 7 klingelte mein Wecker und los gings.

Als ich meine täglichen Cornflakes Essen wollte, traf ich "überraschenderweise" mal wieder die Kids vorm TV an, wobei ich allerdings dachte, dass ich um 7 frühs die Einzige bin, die in der Villa hier wach ist. Aber falsch gedacht. Wie ein richtiger Ami bin ich dann auch den "langen" Weg bis zum Bahnhof mit meinem Nissan gefahren. Dort angekommen half mir ein älterer Mann bei meinem Kampf gegen den Ticket-Automaten und schon hatte ich einen Zugkompanen. Bis nach Stamford hatten wir eine Menge zu reden, über Deutsche, Amis und seine Karriere als Opernsänger und das, was er auf deutsch noch sagen konnte war. " Ich trink dich unter den Tisch". So versüßte mir der nette Herrr doch gleich mal meine Zugfahrt.

In Stamford angekommen, begleitete er mich auch mit zu meinem nächsten Gleis, da ich keinen Plan hatte wo ich denn hin muss. Er und sein Freund, stiegen dann in den nächsten Zug und ich wartete auf den Zug, indem Alina saß. Erleichtert hab ich sie dann aus der Tür winken sehen - so konnte unsere Reise, oder besser gesagt unser Abenteuer nun beginnen.

In NY angekommen, fuhren wir weiter mit der Subway zur Staten Island Ferry, einer Fähre, die um die Freiheitsstatue kreist, sodass man sie näher betrachten kann. Nach 1000 Fotos von der Statue of Liberty, war unser nächster Halt Ground Zero. Da wir ja auf unserer New York Tour während der Orientation nur daran vorbeigefahren sind, wollten wir uns das Denkmal nun näher anschauen. Es klingt zwar komisch, wenn man sagt es ist echt schön dort, aber man muss sagen, dass sie wirklich eine schöne Gedenkstätte geschaffen haben.

Da wir unsere New York Karte in der Tasche hatten, scheuten wir auch nicht zur Brooklyn Bridge zu laufen. Doch die Straßen können auch schon verwirrend sein, deshalb fragten wir zwei Polizisten nach dem schnellsten Weg. Nach einem kleinen Spaß von einem der beiden, der meinte, dass sein Kollege uns doch auf seinem Roller-ähnlichen Gefährt mitnehmen kann, erklärte er uns freundlich wie wir denn am besten zu unserem Wunschort kommen. Als wir dann an der Bridge standen, waren wir natürlich auch der Ansicht, dass wir diese dann überqueren müssen. Nach 2km Brücke waren wir nun endlich in Brooklyn angekommen. Erstmal Zeit für ein kleines Päuschen - Gott sei Dank, hatte ich ja Alina, die an alle gedacht hat und gleich mal doppelt Proviant eingepackt hatte, sodass sie mich netterweise mit durchfütterte - PS: es war echt alles lecker :)

Time to find a subway back to Manhatten - well done!

In Manhatten suchten wir dann vergeblich das Post-Office, da wir nicht noch mehr Zeit verschwenden wollten um durch die Gegend zu Eiern, entschieden wir uns ein wenig zu shoppen und über den Times Square zu schlendern.

So und nun die Preisfrage: In welchen Laden, gehen Frauen zuerst?

 

---> .. na klar - in einen Schuhladen!

Wir landeten in einem zweistöckigen Schuhladen - einem Paradies.

Alina steuerte zielsicher High-Heels an und es dauerte nicht lange und wir wuchsen um einige Zentimeter, als wir in High-Heels durch den Laden liefen.

Da kam auch schon die erste Frage von einem Mitarbeiter des Geschäfts: "Are you both from a model agency?" - EH KLAR :D nein, höflich erklärten wir, dass wir 'nur' Aupairs aus Germany sind.

Doch es dauerte nicht lange und mehr Mädls entdeckten das Schuhparadies. Ein paar Deutsche standen und saßen neben uns, als ich nur hörte: " Wieso können die bitte in solchen Schuhen laufen?"

Da konnte ich mir es einfach nicht verkneifen und meine Antwort lautete: "Weil wir auch aus Deutschland sind!" :D -FAIL- Knallrot und sprachlos wurde sie von ihren Freundinnen ausgelacht. Ich denke, sie hat ihre Lektion gelernt und spricht nicht mehr so schnell auf deutsch über Fremde :D

 

Als wir den Times Square dann überquerten, fing es richtig zu Regnen an und wer hatte keinen Regenschirm dabei?

...Richtig, Alina und Vicky! Wieso auch, wenn es den ganzen Tag so heiß ist und eine Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen herrscht. Okay, aber wie sagt meine Oma so schön: "Dumm kann man sein, man muss sich nur zu helfen wissen" - lange Rede kurzer Sinn, so kauften wir keinen Regenschirm von einem dunkelhäutigen Straßenhändler... nein, wir nahmen Kartons die an einer Mülltonne lehnten und konstruierten unser individuelles "Dach über dem Kopf". Zwar warfen wir so einige Blicke auf uns, aber wir hatten eine Menge Spaß und waren dazu noch relativ trocken, als wir an der Grand Central Station ankamen.

Dort freuten wir uns einfach, dass wir endlich im Zug sitzen konnten und verspeißten vorher Alinas letzte "Wecken". Doch wir wünschten uns nichts sehentlicher als "daheim" anzukommen, zu duschen, zu essen und zu schlafen. Doch das Schicksal war wohl nicht auf unserer Seite, denn am zweiten Stop fuhr der Zug einfach nicht mehr weiter. Nach einer Stunde Warten, erklärte das Zugpersonal nun endlich einmal deutlich durch den Lautsprecher, dass der Zug vor uns kaputt ist. So etwas konnte natürlich auch nur uns passieren, doch wir ließen uns unsere gute Laune nicht nehmen und machten das Beste aus dieser Situation. Aber als dann jedesma als eine Durchsage kam, gesagt wurde, dass sie nicht wissen, wie lange das dauert, entschieden wir uns, unseren Hostparents zu schreiben. Mehr oder weniger erfolgreich.. meine antworteten gar nichts und Alinas waren sofort zur Stelle. Ihr superlieber Hostdad, der am nächsten Tag früh raus musste, setzte sich in sein Auto und holte uns aus Pelham ab. So kamen wir mit fast 3 Stunden Verspätung nun endlich mal zu Hause an - doch besser spät als nie!

Nach einem Snack und einer Dusche fiel ich schließlich todmüde in mein Bett.


Glücklicherweise konnte ich dann heute etwas länger schlafen, da meine Hostmum von zu Hause arbeitete. Mein Montag war dennoch wie jeder andere Arbeitstag: Waschen, Bügeln, Kochen, Aufräumen, Einkaufen.. doch es gibt immer wieder Menschen, die einem den Tag versüßen allein durch einen Skype-Anruf :)

Abends entschied ich mich dann noch eine Runde zu joggen - gesagt, getan! Einmal um den Waveny Park, ich wusste zwar nicht wo ich rauskomme, aber no risk no fun! Und heute hatte ich Glück und kam genau beim "Erwachsenen-Spielplatz" raus. Zurück zu Hause, gab es dann noch Ofenkartoffeln und Salat, dann wurde noch schnell die kommende Woche durchgesprochen und nun liege ich in meinem Bett und habe einen halben Roman geschrieben. 

Herzlichen Dank an alle, die es durchgehalten haben diesen Eintrag bis zum Ende zu lesen! Fühlt euch gedrückt!

 

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