12.10.12 - 14.10.12 - Späääätzle = Pasta

Girls just wanna have fun :)
Girls just wanna have fun :)

Nach einem Freitaglunch bei meiner umsorgenden Franzi, der aus Quesadillas (oder wie auch immer man das nun schreibt, FRANZI!) und Rührei bestand machte ich mich auf den Weg zur Schule um meine Kids abzuholen. Am Abend haben Alina, Nadja und ich dann unsere Kontaktfreudigkeit gezeigt und haben uns mit einem neuen Aupair aus der Gegend getroffen. Ihr Name war Julia und sie war 27 und verhielt sich mal wie 12. Da ich leider nicht im Stande war mit ihr ein gemeinsames Gesprächsthema zu finden, widmete ich nach wenigen Minuten meinem Wifi-fähigem Handy meine komplette Aufmerksamkeit während Alina und Nadja unter den Gesprächen der junggebliebenen Julia leiden mussten. Nach unserem Date mit der, die, das Julia düsten wir noch zu Franzi weil sie noch mit ihrer Family beim Dinner war. Bis heute rätseln wir um Julias Sexualität. Alina stellte schnell fest, dass sie einer Lesbe aus „the L Word“ ähnelt. Mit Franzi im Gepäck haben wir dann eine DVD ausgeliehen und es in unserem Basement gemütlich gemacht. Ich dachte ja, dass ich schon weggepennt bin aber als ich mich dann umdrehte und einfach jeder schlief,   war mir klar, dass ich nicht die einzige war der der Film nicht gefielt. Gut letztendlich habe ich die Mädls dann alle noch nach Hause gefahren und bin in mein Bett gefallen.

Schon war es wieder Samstag.. Franzi und ich entschlossen wie so selten.. shoppen zu gehen. Da wir uns aber nicht dumm dämlich zahlen wollten, sind wir mit der CTA zum Urban Outfitters Outlet gefahren. Dort haben wir uns dann für ein paar Stündchen vergnügt und für $50 so viel bekommen, wie sonst für $100 oder mehr. So haben wir eben zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

wir hatten etwas zu tun und haben dabei sogar noch Geld gespart. Unser Hinweg war allerdings nicht unbedingt angenehm, da es schön geregnet hat. Aber es war eben perfektes Wetter zum Shoppen. Da wir ein paar Tage vorher schon ausgemacht hatten, dass wir einmal Spätzle kochen müssen, haben wir das dann Samstagabend in die Tat umgesetzt und Käsespätzle gekocht. Und nein wir haben keine Spätzle aus der Packung in heißes Wasser gekippt, wir haben den Teig selbst gemacht, was allerdings eine riesige Sauerei war. So hatte Franzis Spätzlebrett, das sie zum Geburtstag von ihrer Mama bekommen hatte, Premiere. Mein Hostdad meinte nachmittags, dass wenn wir was typisch deutsches kochen, doch die Soccercoaches einladen müssen, damit die mal wissen wie richtiges Essen schmeckt. Nun gut, da sie mittlerweile sowieso fester Bestandteil unserer Freizeit waren, genügte eine kurze Nachricht und die Jungs jointen unser German-Dinner.

Als sie fragten, was es denn gibt, scheiterte es daran als sie versuchten zu fragen, was denn „Käsespätzle“ seien, da sie es nicht einmal aussprechen konnten. Naja es war dann eben einfach Pasta. Nach 2 Stunden war unser Abendessen dann endlich mal fertig und wir konnten es servieren. Schlussendlich konnten wir auch stolz auf uns sein, denn unsere Pasta hat ihnen geschmeckt – auch wenn vielleicht ein wenig zu viel Butter drin war. So wurden eben aus Käsespätzle Butterspätzle mit Käse. Um unser schlechtes Gewissen zu befriedigen, begaben wir uns anschließend ins Basement um eine Partie Kicker und Tischtennis zu spielen. Alina hat uns dann leider aber schon nach kurzer Zeit verlassen, sodass Franzi und ich allein mit der Horde Briten waren. Da wir alle nicht gerade die entscheidungsfreudigsten bzw. -fähigsten Menschen sind, hat es ein Weilchen gedauert bis wir uns entscheiden konnten, welchen Film wir abschließend noch zusammen schauen. Unserer Wahl fiel dann auf Shrek. Es ist ja mittlerweile schon fast peinlich, dass ich selbst bei einem Kinderfilm erschrecke. Aus unserem Spätzleabend wurde dann eine Movienight, denn im Anschluss an Shrek, haben wir uns Twilight auch noch versucht anzusehen. Das scheiterte jedoch an unserer Müdigkeit. So sind wir dann alle nacheinander dabei eingenickt. Irgendwann um 2 verließen uns dann unsere neuen besten Freunde und wir machten uns auf den Weg ins Bett. Doch an diesem Tag musste ich mich nicht alleine auf die Reise ins Land der Träume begeben, denn diesmal begleitete mich Franzi. Wir könnten langsam auch anbauen, damit sie bei uns einziehen kann, weil sie eben schon so gut wie hier wohnt. Aber ich teile ja gerne, deshalb verzichtete ich auf ein Bett für mich und kuschelte mich an das neue Mitglied der Ainsworth Family. So schliefen die zwei Chaoten glücklich und zufrieden bis zum nächsten Tage, als Bexi ins Zimmer kam um uns mitzuteilen, wann sie Fußball hat. Franzis Papa konnte es aber auch nicht lassen und riss uns aus unseren wundervollen Träumen indem er zu „unchristlichen“ Zeiten bei Skype anruft. Um halb 1 beschloss ich dann mich einmal in die Dusche zu begeben. Franzi entschied sich noch etwas liegen zu bleiben, da es aber auch einfach ein grauer, regnerischer „stay-in-bed day“ war. Nach einer Tornadowarnung die im Hause Ainsworth niemand wirklich ernst nahm, trug uns meine Hostmum auf ein paar Brownies zu backen. Ja ehm „backen“ eher, denn man kippt die Backmischung mit etwas Wasser, Öl und Eiern in eine Schüssel, verrührt das ganze und ab in den Ofen. Nach unserer „Bakingsession“ führte uns unser Tatendrang Richtung Skokie. Denn es wurde Zeit nach einem Halloweenkostüm Ausschau zu halten. Als wir uns in den Halloweenshop begaben, befand sich am Eingang eine große Spinne, die allerdings harmlos aussah. Franzi und ich liefen daran vorbei, als sie plötzlich nach vorne gesprungen ist. Schreckhaft wie ich bin, schrie ich lauthals auf und klammerte mich wie ein kleines Kind, das Angst vor dem Weihnachtsmann hat, an Franzi. So habe ich nicht nur Franzi zum Lachen gebracht, nein der halbe Laden hat mit uns gelacht. Wir durchforsteten den Laden nach guten Kostümen, wobei wir feststellen mussten, dass sie entweder zu teuer oder zu bitchig aussehen. Letztendlich probierten wir trotzdem zwei Kostüme an, die aber wenig gefallen fanden. So verließen wir den Laden zwar ohne Verkleidung aber mit einem vollen Geldbeutel und Spaß hatten wir trotzdem. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz bei Mc Donalds da Mrs. Jaster ein Eis wollte und Mc Donalds ja sowieso auf dem Weg lag. So saßen wir dann ein paar Minuten und kosteten den Mc-Fernseher und das free-Wifi schamlos aus. Um das Familydinner nicht zu verpassen, machten wir uns dann aber doch auf den Rückweg. Back home war das Essen schon so gut wie fertig und Franzi konnte dem Familydinner nicht mehr entkommen. So saßen wir dann 2 Stunden oder so zusammen mit meiner Familie am Tisch und aßen Roastbeef, Kartoffeln, Gemüse und Co. Die Nachspeise wurde dann von Bexi serviert. Stolz präsentierte sie unsere Brownies mit etwas Sahne, Erdbeeren und Cookiestücken obendrauf. Da unsere Familie eben keine normale Familie ist, musste poor Franzi sich dann unserer Präsidentendebatte unterziehen. Sie wurde von meinen Hostparents ausgequetscht, wen sie denn wählen würde und wieso. Letztendlich endete unser Abend dann so, dass wir selbst eine Präsidentenwahl inszinierten. Jedes Mitglied meiner Hostfamily kandidierte und wir waren die Vote-Master. Letztendlich wurde Alex mit seiner „leave everything as it is“- Sicht zum Präsidenten. Allerdings ernannte sich Bexi vorher schon zum President. Nach unserem stundenlangen Dinner brachte ich dann noch Franzi nach Hause und fiel auch in mein Bett.

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