13.10.12 - 19.10.12 - time to say good bye

Montag

Ein Morgen wie jeder andere. Damit ich gut in die Woche starte, bin ich erstmal bis Indian Hill gejoggt und war somit auch eine Stunde unterwegs. Ansonsten war mein Montag eigentlich recht unspektakulär. Ich bin abends noch kurz bei Franzi rumgefahren, da sie Gesellschaft brauchte bevor sie was mit Steve machte und ich musste einfach mal raus von zu Hause. Also packte ich meine Spanischsachen um mit Franzi ein paar Vokabeln für unseren Midtermtest zu üben. Als es dann soweit war und Steve vor der Tür stand, fuhr ich nach Hause und ging einmal etwas früher schlafen.

 

Tuesday = Collegeday

Ja da war es dann soweit: Mein Midtermtest stand vor der Tür. In aller Ruhe beantwortete ich alle Fragen und hatte dann ein recht gutes Gefühl. Da ich eher fertig war als Melanie und Franzi ja auch noch im Kurs saß, machte ich mir es auf einer Couch vor dem Languagelap bequem. Erleichtert dachte ich mir es ist mal Zeit zu chillen, bis ich dann sah dass wir auf Donnerstag schon wieder ein Essay schreiben sollten. Naja gut, ich hatte ja noch Mittwoch. So verging dann mein Dienstag wie immer und ich musste Bexi zu sämtlichen Aktivitäten fahren. Da ich zu Franzi schon länger gesagt hatte, dass sie unbedingt Forrest Gump schauen muss, liehen wir uns ihn aus der Library aus und hatten somit unsere Dienstagabendbeschäftigung. Da mir Josh schrieb, erbarmte sich Franzi und lud ihn zum Forrest Gump schauen ein. Und wenn Josh schon kam, dann kann Steve auch gleich kommen. Mehr oder weniger – er kam dann etwas später. Während die anderen 3 Film schauten saß ich auf dem Boden und bastelte eine Geburtstagskarte für Jules die am nächsten Tag 41 wurde.

 

Geburtstagstag

Am Morgen sind erstmal alle ewig nicht nach unten gekommen, somit hatte ich noch etwas länger meine Ruhe, wenn nicht ständig das Telefon geklingelt hätte und jemand Jules gratulieren wollte. Als dann alle (außer Paul) aus dem Haus waren, kam Franzi für ein kleines Workout. Wir wählten eins von 100 verschiedenen Workouts die alle Calorie Blaster oder Killer Cardio hießen und hampelten vor dem Fernseh herum. Das heißt aber jetzt nicht, dass es nicht anstrengend ist! Im Gegenteil davon bekommt man wirklich Muskelkater also muss ich ja doch was richtig machen. Nach unserem hart erkämpften Kalorienverlust gönnten wir uns einen Lunch bei Panera mit Steffi. Steffi kommt aus North Carolina und ist bei den Großeltern ihres Kindes mit ihrem Mädl zu Besuch. Die beiden holten mich dann ab und wir saßen ein paar Stündchen gemütlich da und quatschten ein wenig über Gott und die Welt. Da es dann aber auch schon wieder fast 3 war, wurde es Zeit wieder nach Hause zu gehen und die Kids abzuholen. Da an dem Tag das Wetter total schrecklich war, verlegten sie Alex Fußballtraining nach Niles in eine Indoorhalle. Das hieß für mich dann dort hinfahren, warten und zurückfahren. Da sich es nämlich nicht lohnte zwischenzeitlich wieder nach Hause zu fahren. Arme Bexi musste dann mitfahren, da sie solange nicht allein zu Hause sein durfte. So saßen wir zwei dort mit unseren Wifi-fähigen Mobiltelefonen und beschäftigten uns richtig amerikanisch bis Alex fertig war. Als wir dann den Indoorpark verließen schüttete es ohne Ende. Natürlich so talentfrei wie ich bin, habe ich das Auto am komplett anderen Ende geparkt. Also packte ich meine beiden Kids jeweils an einer Hand und wir rannten zum Auto. Dabei übersahen wir leider ein paar tiefe Pfützen und waren letztendlich nasser als wenn wir gelaufen wären. Dennoch war es witzig und wir hatten Spaß. Da Jules ja Geburtstag hatte musste ich dann abends arbeiten weil die Beiden Essen und ins Kino wollten. Wie immer hatte ich beste Gesellschaft. Alina, Franzi und Steffi kamen und Franzi machte uns wie so selten erstmal was zu Essen – Omelette :) Anschließend teilte sie mit Steffi ihre Leidenschaft zu Poptarts und mein Dessert war ein heißer Kakao :) Als wir da so saßen, stellte Alina die Frage, ob Großbritannien und England ein und das selbe Land sind. Los ging es mit der Diskussion, denn Kristian(einer der Soccercoaches) meinte, dass Alina dumm ist da sie England, Wales, Schottland und co. Nicht als eigene Länder ansah. Nun ja, schnell fiel dann Vergleich mit Deutschland: „Also ich denke es ist so wie bei uns in Deutschland, da sich Bayern nämlich auch als eigenes Land ansieht. Es aber eigentlich nur ein Bundesland ist.“ Schnell wurde dann wieder über Bayern, Franken und Co hergezogen. Wir fragten Google, Alinas Mama und noch viele Andere und kamen zum Entschluss, dass es eben wie bei uns eine Art Bundesländer sind. So hatten wir mal ein abwechslungsreiches Gesprächsthema ;)

 

Donnerstag – final Cheesecake Dinner

Im Spanischkurs angekommen, gab es erstmal unseren Midtermtest zurück. Vicky die kleine Streberin hat natürlich ein A denn ich habe von 200 erreichbaren Punkten 205 :-D Ich war sogar besser als die meisten Mexikaner unserer Klasse. Wir hatten es in unserem Kurs dann von den Farben der verschiedenen Nationalflaggen. Als wir dann bei Deutschland aufgefallen, dass der Mexikaner neben mir eine Jacke mit einer Deutschlandflagge drauf hat trägt. Woraufhin ich ihn natürlich darauf angesprochen habe, wieso er das denn trägt. Die Antwort lautete dann, dass er das in einem Armyshop gekauft hatte und selbst gar nicht so recht wusste, was er denn da kauft. Das hat man aber auch gesehen, da die Ärmel circa 6 cm zu kurz waren.

Nach einem unspektakulären Arbeitstag, war dann für den Abend ein final Cheesecake Dinner mit allen Soccercoaches geplant, da James ja am Sonntag drauf abreiste. So holte mich Alina nach der Arbeit ab und wir düsten nach Skokie. Dort angekommen wunken sie uns schon von weitem an den Tisch. Da der Tisch aber etwas zu klein für uns alle war, musste ich mich an die Stirn setzen mit einem extra Stuhl was den Vorteil hatte, dass ich jeden beobachten konnte. Nach unserem Dinner konnten wir es natürlich nicht auslassen einen Kuchen zu bestellen. Da ich aber keinen eigenen geschafft hätte, fragte ich wer sich denn einen mit mir teilen würde, woraufhin James und Josh meinten, dass sie auch Oreo-Kuchen wollen und keinen eigenen schaffen würden. Naja also änderten wir die Sitzordnung und wir teilten uns zu dritt einen Kuchen. Da man ja wenn man Geburtstag ein Geburtstagsständchen von einer Gruppe von Waitern gesungen bekommt, bekam James kein Happy Birthday Lied sondern ein Happy last day Ständchen. Auf unserem Kuchen waren dann auch buntes Konfetti wie auch einem Geburtstagskuchen. :)

Da wir nach unserem Dinner aber alle noch nicht heimwollten und die einzige Möglichkeit um dieses Zeit nur noch mein Basement war, fuhren wir zu mir. In unserem allseits geliebten Keller haben die Jungs dann Pingpong gespielt, wir etwas Kicker und anschließend zusammen Twister. Das war wirklich witzig als wir dann zu 5 Twister spielten und man sich wirklich halb verknotet hat. Ja so beendeten wir unseren Abend mit einem kleinen Twister-Workout.

 

Friday ... Friday

Freitagabend habe ich bei Alina übernachtet da sie Sturmfrei hatte das komplette Wochenende lang. Franzi musste arbeiten, sodass wir sie dann kurz besucht hatten, da sie nach der Arbeit mit Steve verabredet war. So kamen wir bei ihr an, hatten Zeit einen Apfel zu essen und mussten dann leider schon wieder gehen, da er schon vor der Tür stand. Alina und ich sind dann gemütlich und romantisch bei einem sternenklaren Himmel zu ihr gelaufen. Dort haben wir dann Doktor Bibber gespielt und so einige Stunden gequatscht. Um 3 wurde es dann mal Zeit schlafen zu gehen, also bewegten wir uns in Alinas Keller. Nachdem ich mit einer ausreichend großen Decke versorgt wurde fiel ich in ihrem Wackelbett ins Land der Träume. Allerdings hielt das nicht all zu lange an, da es sich so anfühlte, als würde sich bei jeder Bewegung das Bett um 3cm verschieben. Als ich dann irgendwann morgens bzw eher mittags nicht mehr schlafen konnte und Alina auch wach war, beschlossen wir in Ruhe zu frühstücken. Franzi kam dann auch noch um uns etwas Gesellschaft zu leisten.

 

Und so war es eben Samstag:

nach unserem Brunch-Lunch machten wir uns auf den Weg in die Mall um unserer Langenweile ein Ende zu bereiten. Wir packten Nadja noch ein und los gings. Nach unserem mehr oder weniger erfolgreichen Mallaufenthalt hielten wir am Bahai-Tempel, um ihn mal aus der Nähe zu betrachten. Es ist ein wirklich schönes Gebäude von außen, allerdings ist er von außen schöner als von innen. Denn wenn man reingeht, ist das interessanteste wohl der Schriftzug, den man an den Wänden verfolgen kann. Anschließend beschlossen wir die Sheridan hoch und runter zu fahren, da es wahnsinnig Spaß macht einfach die Häuser, die dort stehen anzusehen. Also hielten wir für eine Vicky-Klo-Pause kurz bei Jewel Osco an und kauften uns noch einen Donut bzw Muffin um unser Kaffeekränzchen im Auto zu perfektionieren. Da Nadja am Abend arbeiten musste, fuhren wir sie danach nach Hause bevor wir bei mir Omelette zum Dinner kochten. Nach längerem Überlegen was die Abendgestaltung noch angeht, haben wir uns dazu entschieden bei Alina etwas zu Scrapbooken. Also packte jeder seinen Kram und ab gings zu „Purple Hair“. Dort saßen wir dann mit unseren Fotos und Bastelsachen vor dem Fernseher und schauten nebenbei etwas „the Voice“. Um 11 machte ich mich dann auf den Nachhauseweg und hielt noch kurz bei James an, da ich ihn noch verabschieden wollte bevor er nach Kalifornien flog. Das ist das was ich an dem Jahr hasse, dass man einfach so oft Abschied nehmen muss vor Menschen die man ins Herz geschlossen hat, egal ob man sie wiedersieht oder nicht. Also gab es eine letzte riesige Umarmung :( Es war irgendwie schon ein etwas seltsames Gefühl, da die Jungs uns in den letzten Wochen schon wichtig geworden sind. Aber wie heißt es immer so schön: „man sieht sich immer zweimal im Leben.“

 

Sonntag – Six flaaaags :)

Es war ein wahnsinnig schöner sonniger Herbsttag, also nutzten Franzi und ich die Gunst der Stunde und fuhren ein letztes Mal in diesem Jahr zu Six flags. Statt auf unser BingoClustermeeting zu gehen, setzten wir uns ins Auto und düsten nach Gurnee. Dort angekommen war ich ersteinmal schockiert, wie viel dort wirklich los sein kann. Denn als wir das letzte Mal dort waren, war der Parkplatz wahrscheinlich nicht einmal halb so voll. Aber gut, das Wetter war eben einfach perfekt und es war das vorletzte Wochenende an dem der Park noch offen hatte. Unser Plan war es alle Haunted Houses durchzumachen und dann noch eine Achterbahn zu fahren, damit wir wenigstens eine fuhren. Begonnen hatten wir allerdings mit meinem lieblings-achterbahnähnlichen Teil, dem Freefall-Tower. Franzi ich bin dir immer noch sehr dankbar, dass du für mich deine Angst überwunden hast und dich mit mir in die Tiefe gestürzt hast! Jedenfalls kauften wir uns dann noch das Bändchen um in alle Geisterhäuser hereinzukommen. Das hat sich auch wirklich gelohnt. Denn ich egal ob Franzi mich 5mal vorwarnte, dass sich hinter der Tonne einer versteckt oder nicht, ich erschrak jedes mal aufs Neue. Nachdem wir aus gewissen Häusern wieder draußen war, brauchte ich erst einmal ein paar Minuten um mich wieder zu erholen. Ich fühlte mich als hätte ich gerade 2 Stunden Sport gemacht so fix und fertig war ich. Was für mich die Schrecken pur war, war für Franzi einfach nur witzig, da sie sich über meine Schreckhaftigkeit wirklich ergötzen konnte. Ich meine wer lacht auch nicht darüber, wenn sein Gegenüber erschreckt, sobald ein Mann hinter ihm das Kehren beginnt. Doch ich war nicht die einzige Belustigung des Tages. Denn als wir für einen Haunted Trail anstanden, kam plötzlich ein junger Kerl der vielleicht so alt wie wir war, in die Menge und drängte sich zwischen uns. Franzi und ich sahen uns leicht verdutzt an, als er das Reden anfing und ihm seine Hose herunterrutschte. Mit einem kurzen Blick zu uns, zog er dann als wenn es völlig normal wäre, dass einem die Hose herunterrutscht, seine Pants wieder hoch und ging zurück zu seinen Freunden. Nun ja Mexikaner mit pinken Ohrringen haben eben einen an der Waffel :D

Wir entschieden uns den Abend mit der Fahrt der orangenen Achterbahn zu beenden. Nur schade, dass das Schild welches sagte, dass man 1 Stunde ansteht nicht recht stimmte und wir uns dann die Beine in den Bauch standen um für ein paar Sekunden Achterbahn zu fahren. Doch letztendlich hatte sich das warten und das stehen in den endlosscheinenden „Zick zacks“ gelohnt und wir hatten wahnsinnig viel Spaß. Müde und zufrieden machten wir uns auf dem Weg zum Auto um dann nach Hause zu fahren. Nun ja.. nach Hause.. nachdem wir 10 Minuten in die falsche Richtung fuhren und feststellen mussten, dass wir doch normalerweise an gar nicht so vielen McDonalds vorbeikommen, ging es dann aber wirklich zurück nach Hause. Doch unsere Laune ließen wir uns nicht vermiesen, denn wir hatten ja schließlich FUN :)

 

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