15.11.12 - 22.11.12 Vaction time

mein Weihnachtsgeschenk :))
mein Weihnachtsgeschenk :))

Das Abenteuer in die Dutch Caribbean ging schon früh los. Um 3 klingelte mein Wecker und mehr Zeit als Zähneputzen und mich anzuziehen hatte ich dann auch nicht. Auf unserem Weg zum Flughafen knabberte ich an meinem Apfel um nicht sofort wieder einzuschlafen. Wir checkten ziemlich schnell ein, da wir aufgrund Jules Status durch den Priority Check in konnten. So saßen wir dann um kurz vor 5 im Flieger und es ging in Richtung Miami. Denn dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt bis es dann finally nach Curacao ging. Auf allen unserer Flüge hatte ich einen Fensterplatz, sodass ich vom Sonnenaufgang über die Everglades und Haiti alles bestaunen konnte.

In Curacao angekommen, wurde man erst mal von einer Hitzewand erschlagen. Mit einem halb auseinanderfallenden Taxi bei dem es keine Gurte gab, fuhren wir zum Hotel. Dort empfingen uns schon die netten Herren und nahmen unser Gepäck in Empfang. Als wir dann eincheckten und unser Zimmer zu Gesicht bekamen, staunte erst mal jeder über die wundervolle Aussicht die wir von unserem Balkon aus genießen konnten. Denn wir hatten einen Balkon der direkt zum Strand gerichtet war und somit das Meer vor der Nase. So war auch schon gleich vergessen, dass ich mit einem meiner Monster ein Zimmer teilen musste. Nachdem die Kids aber anfangs herum motzen mussten, da sie unbedingt das Zimmer der Eltern wollten war die Stimmung leicht gedrückt. Also es ist wirklich faszinierend wie verwöhnt manche Kinder sind und die Beiden gehören definitiv dazu – ich meine allein ein Hotelzimmer mit Meerblick!? HALLOO!? Naja gut, anscheinend ist das nicht genug für Prinz und Prinzessin. Egal, jedenfalls räumten wir unsere Koffer schnell aus und zogen unsere Badesachen an, damit wir den Pool und das Meer gleich austesten konnten. Mit Sonnenschutzfaktor 40 ging es dann in den Pool und ab zur Poolbar, an der wir uns einen Willkommens-Cocktail gönnten. Da in Curacao das Mindestalter 18 ist, hatte auch ich die Ehre einen alkoholischen Cocktail zu bestellen. Gesagt, getan einmal Mudslide bitte ;) 

Frisch gebadet und mit einer kleinen Einschlafhilfe fiel ich dann ins Bett.

 

Freitag:

Ich hatte die Ehre bis halb 9 zu schlafen, dann kam Alex zu mir und hat mich aufgeweckt. Nach einer Dusche Sonnencreme, begaben wir uns zum Frühstücksbuffet. Das Frühstück war eindeutig immer die beste Mahlzeit. Von Müsli, Obst, Rührei, Omelette bis Pancakes und Frühlingsrollen war wirklich alles dabei – ein Paradies :)

Nach dem Frühstück schnappten wir uns ein paar Handtücher und wir chillten ein wenig in der Sonne bis das Frühstück sicher verstaut war und wir in den Pool konnten. Dort spielte ich mit den Kids „Catch“ oder „Monkey in the middle“ (und nicht Esel in der Mitte ;)). Außerdem kaufte ihnen Jules kleine Torpedos nach denen man immer Tauchen musste. So wurde daraus auch schnell wieder ein Wettbewerb. Am Nachmittag machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg nach Willemstad, der Hauptstadt von Curacao. Wir bummelten ein wenig durch die Straßen und deren Geschäfte bis wir dann an einem Restaurant ankamen indem wir Abendessen aßen. Es war traumhaft, da das Restaurant direkt am Meer war und wir auf einer Veranda saßen über dem Meer. Passend zur Stimmung gab es wieder eine Runde Cocktails und eine Portion lokalen Fisch. 

Neben uns am Tisch saßen ein paar dunkelhäutige Frauen die sich später mit uns unterhielten. Dabei stellte sich heraus, dass sie im gleichen Flieger saßen und auch im gleichen Hotel sind. Am Tag darauf fiel uns das dann auch auf, als wir sie beim Frühstück trafen. Nach unserem Dinner machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel. Doch die Nacht war noch lang. Wir saßen noch bei Pauls und Jules im Zimmer und spielten zusammen „Cheat“ natürlich musste Jules dann zur Feier der Tages auch die Flasche Baileys öffen, welche sie am Flughafen im Travelfreeshop ergatterte. 

 

Samstag: 

Zusammen mit Grandma und den Kids machte ich mich auf zum morgendlichen Frühstücksbuffet. Da Paul und Jules Tauchen gegangen sind, war es Bettis und meine Aufgabe die Kids zu bespaßen. Omi, die sich über alles und jeden sorgt, erteilte den Kids dann nach dem Frühstück ein „time-out“, da sie der Meinung war, dass ich mal etwas Ruhe brauche und mich 20 Minuten in die Sonne legen solle. In diesem 20 Minuten durften die Kinder kein Wort mit mir reden, sonst wäre aus 20 Vicky-freien Minuten 25 geworden. Mir wurde aber auch nicht erlaubt eher aufzustehen, da ich eben ein Kids time-out hatte. Als dies dann um war, spielte ich mit ihnen im Pool und im Meer, das ja nur 20 Schritte vom Pool entfernt war. Mittags gab es dann einen Smoothie für jeden zur Abkühlung. Als dann die Mittagssonne auch richtig heiß wurde, packten wir die Kids ein und verkrochen uns ins Zimmer, damit keiner einen Sonnenbrand bekommt. Ich chillte mich dann auf den Balkon und genoss etwas die wundervolle Aussicht. Als Paul und Jules von ihrem Tauchgang zurück waren, gingen Pool, Alex und ich Schnorcheln. Dabei entdeckten wir einen Oktopus und viele interessante Fische und Meeresbewohner. Nach unserem kleinen Ausflug, relaxten wir noch für ein paar Minuten im Whirlpool bis wir dann duschen mussten, da es zum Dinner in die Pirate's bay ging. Dies war ein nahegelegenes Restaurant, in welchem man am direkt am Strand saß und seine Füße in den Sand stecken konnte, während man sein Abendessen verspeiste. Da am Sonntag Bexis Geburtstag war, bekam sie von der Kellnerin ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk, eine Schale Eis mit einem Sternchenschmeiser. Nach unserem leckeren Abendessen fanden wir auch durch die Dunkelheit wieder zurück ins Hotel. Dort gingen Paul, Jules und Betti ins Casino während ich die Kids ins Bett brachte.

 

Bexis Geburtstag:

Der eigentlich so große Tag für sie, wurde dann doch eher klein. Denn sie übergab sich morgens nachdem sie aufwachte. Deswegen mussten wir auch unser Delfinschwimmen absagen, da sie den kompletten Tag im Zimmer verbrachte und sogar der Doktor kam. Damit Alex nicht die ganze Zeit mit oben im Zimmer sitzen muss, ging ich mit ihm in den Pool. Paul leistete uns später Gesellschaft  und wir spielten „Monkey in the middle“ bevor wir erneut zusammen Schnorcheln gingen. Nach unserem Schnorcheltrip und einer Dusche, gingen Paul und Jules zusammen weg. Ich bestellte dann mit den Kids Zimmerservice und wir schauten Toystory 3 zusammen. Somit machten wir das beste aus einem ruhigeren Tag.

 

Monday:

Ein weiterer chilliger Pool- und Meertag stand an. Denn hierzu kann ich gar nicht mal so viel schreiben, da wir wirklich den ganzen Tag am Pool und im Meer verbrachten. Abends aßen wir dann in der Hotelbar, sodass Alex und Paul einen Teil vom Monday-night football mitbekamen. Nach einer Runde Karten, bekam ich einen Crashkurs in Sachen Black Jack, denn meine Hostmum versprach mir, mich mit ins Casion zu nehmen da das Mindestalter dort ebenso 18 beträgt. So brachte Oma die Kids nach dem Essen ins Bett und Paul, Jules und ich machten uns auf den Weg ins Casino. Dort begannen wir mit einer Runde Automaten, die allerdings schnell langweilig wurden. Da Paul die Getränke bestellte, brachte er mir ein Bier mit. Mh – eigentlich schmeckt mir das ja gar nicht, aber ich muss zugeben es war nicht mal schlecht. Unser er nächster Stop war der Black Jack Tisch. Paul gab seiner Frau $50 die sie verspielen durfte. Das ging auch ziemlich schnell, nach ein paar Runden und ein paar Chips weniger beschloss sie an den Roulette-Tisch zu wechseln. Sie drückte mir ein paar Chips in die Hand und ich setzte eben auf gut Glück auf ein paar Zahlen, mehr oder weniger erfolgreich. Nach einigen Roulette-Runden verließ Paul das Casino, da er nach den Kids sehen wollte. Jules und ich blieben noch und sie meinte, wir könnten doch wieder zum Black Jack wechseln. Dort wurde es dann Zeit für meine Premiere, ich begann auch mitzuspielen. Immer wenn ich $10 oder $15 gewann, steckte ich ein paar Chips in meine Tasche, sodass ich sie nicht ausgebe. Es wurde immer später und Jules bestellte einen Drink nach dem Anderen. Als sie keine Chips mehr hatte, zog sie einen Bündel Geld aus ihrer Hosentasche mit dem Kommentar: „Was Paul nicht weiß, macht ihn nicht heiß“ und ab ging es in die nächste Runde. Dies ging dann bis nachts um halb 3, als sie keine Chips und zu viel Alkohol hatte. Bevor wir das Casino dann verließen, ging ich zum Wechselschalter und packte meine gesammelten Chips aus, sodass ich am Ende mit $110 das Casino verließ. Damit ich die Kids nicht wecke und mal etwas Zeit für mich hatte, hatte ich die Ehre in dieser Nacht in Omas Zimmer zu schlafen und zwar allein. 

 

Als ich dann am Dienstagmorgen aufwachte, hatte ich bis 1Uhr Freizeit. Die erste Zeit für mich allein in dieser Woche. Ich ging allein zum Frühstück und packte meine Badesachen ein, damit ich nach dem Frühstück mich etwas an den Strand legen konnte. Als meine freie Zeit dann vorüber war, hatte ich die Kids den ganzen Tag, da Paul und Jules zur Massage und Omi zur Facial gegangen ist. Am Nachmittag war es dann wieder Zeit für eine Sonnenpause und wir chillten etwas im Zimmer. Als Paul und Jules dann wiederkamen, gingen wir alle zusammen Schnorcheln. Selbst Bexi, die immer Angst hatte und nicht mitgehen wollte, ist dann trotzdem mitgegangen. Grandma wartete solange an der Strandbar, da sie nicht besonders gut schwimmen kann. Abends waren Paul und Jules dann zusammen Essen und Grandma, die Kids und ich waren im Hotelrestaurant. Wir spielten eine Runde Karten zusammen und Alex verlor, woraufhin er in Tränen ausbrach. Ich war dann auch recht froh, als wir dann wieder auf dem Hotelzimmer waren, da die Kids an diesem Abend wirklich anstrengend waren. 

 

Mittwoch – last day of vacation

Am Tag vor der Abreise stand dann das Highlight an: Bexis Geburtstags- und mein Weihnachtsgeschenk, das Delfinschwimmen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Badesachen ein und stiegen in unseren Mietwagen. Laut Rezeption und Service sollte es 40 Minuten dauern um dort hinzukommen. Laut Google-Maps 20 Minuten. Challenge accepted! Paul genoss die Freiheit der nicht vorhandenen Geschwindigkeitsbegrenzungen und ich stellte fest, dass die amerikanischen Stoppschilder dort durch unzählige „Bumps“ ersetzt wurden. Bumps sind die Hügel, durch die man die Geschwindigkeit drosseln muss, da man sonst sein Auto hinrichtet – mh falls es ein deutsches Wort dafür gibt, ist es mir entfallen. Jedenfalls haben wir es in einer Rekordzeit von 18 Minuten zum Sea Aquarium geschafft. Gespannt folgten wir allen Instruktionen, die uns das Personal gab. Nach dem wir einen kurzen Einführungsfilm in einem Zimmer ansehen mussten, bekam jeder ein paar Taucherflossen. Anschließend wurden Gruppen von 5-6 Personen eingeteilt. Da wir 5 waren, waren wir eine Gruppe. Wir stiegen vorsichtig ins Wasser und schwammen zum Steg auf dem eine Mitarbeiterin wartete. In ein paar Meter Entfernung waren auch zwei Delfine, welche uns zugeteilt waren. Die Trainerin zeigt uns immer ein Kommando und wir mussten dies dann nachmachen, so klatschte man zweimal vorsichtig aufs Wasser, lies den Delfin die Hand berühren, nahm diese dann an die Brust und schon bekam man einen Kuss von ihm auf die Wange. Es war wie ein kleiner Traum der für mich wahr wurde, da ich schon seit ich klein bin Delfine liebe. Weiterhin konnten wir dann die Delfine nassspritzen, aber sie haben dann auch zurück gespritzt. Oder dann klatschte man mit beiden Händen vorsichtig auf die Wasseroberfläche, ließ die Arme ausgestreckt und dann kamen beide Delfine angeschwommen, man hielt sich an deren Flossen fest und sie zogen einen dann durch die Gegend. Ein Delfin der anderen Gruppe, mochte wohl seine Gruppe nicht so recht und schwamm ständig zu uns, sodass wir dann plötzlich immer 3 Delfine hatten. Es war faszinierend sie zu berühren und ich hätte nicht gedacht, dass sie so viele Narben haben und dass sich die Haut wie nasser Radiergummi anfühlt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und war ein super einmaliges Weihnachtsgeschenk :) Nach unserem Delfinmeeting, haben wir dann noch Haie gestreichelt, Schildkröten und viele weitere Tiere beobachtet. 

Am Abend waren wir dann ein letztes Mal in der Pirate's Bay essen. Zurück im Hotel, wurde alles fertig gepackt, da es am nächsten Tag um 6Uhr morgens auf den Heimweg ging.

 

Thanksgiving

Wie die meisten Familien in Amerika hatten wir kein typisches Thanksgiving, da wir aus dem Urlaub zurückkamen. Also verbrachten wir den halben Tag im Flugzeug. Meine zahlreichen Versuche auf dem Flug zu schlafen scheiterten leider, also hörte ich Musik und las hier und da mal ein paar Zeilen. Fliegen ist nicht nur reinsetzen, warten, ankommen. Nein es ist am Anfang eine Mischung aus Datingshow und Achterbahn, wird dann zu einem langweiligen Buch und endet später damit dass man auf den Boden der Tatsachen zurückkommt. 

Okay da ist jetzt wohl eine Erklärung notwendig.

Also anfangs fühlst du dich wie in einer Datingshow, da du nicht weist wer den Platz an deiner Seite ergattert. Du wartest auf deinem Sitzplatz und beobachtest die Leute, die in das Flugzeug einsteigen und mit jeder Person dir die näher kommt, denkst du dir: „Oh nein, bitte nicht!“ oder „mh, okay damit lässt es sich leben“. Allerdings kommt es nur sehr selten vor, dass man sagt: „Oh hoffentlich setzt sich diese Person neben mich. Aber letzten Endes bist du froh, dass der Platz neben dir frei bleibt, da niemand deinen Ansprüchen des Sitznachbar-Seins entsprach und du sowieso glücklicher bist Platz zu haben dich auszubreiten und jegliche Freiheiten zu genießen. Die Achterbahn ist gar nicht so kompliziert, denn mit dem Starten und Abheben des Flugzeugs, kribbelt es in deinem Bauch und du bekommst einen Adrenalinstoß wie in einer Achterbahn, wenn du am höchsten Punkt ankommst und plötzlich fällst. Ist dieser Punkt jedoch überstanden, ist jeder andere Hügel der Achterbahn nur noch halb so spannend und irgendwann wartest du nur noch darauf, dass es vorbei ist. Also schaust du wie in einem langweiligen Buch am Ende jeder Seite, auf die Seitenzahl und so schaust du im Flieger eben nach jedem Handgriff auf die Uhr. Doch so wirklich vorwärts kommt man einfach nicht. Zu allerletzt kommst du dann sobald du landest, wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, da du weißt, dass du wieder auf der Erde angekommen bist und einfach jedes Problem, jede Sorge und jede Aufgabe immer noch vorhanden sind und auf dich warten. Zurück auf amerikanischem Boden mussten wir durch sämtliche Zoll- und Einwanderungschecks bis wir dann endlich im Auto auf dem Weg nach Hause saßen. Müde freute sich jeder als wir wieder zu Hause waren. Zu Hause angekommen, kam ich herein und das erste was ich sah war ein Päckchen mit meinem Namen darauf. Voller Freude riss ich es mit einer Vorahnung auf, die sich im darauffolgenden Moment bestätigte. YUHU!! Omas Wollsocken sind angekommen :) Jetzt kann der Winter kommen. Damit ich natürlich nicht vom Fleisch falle, packte meine liebe Omi noch ein wenig Schokolade für mich ein. Außerdem war dann noch eine Weihnachtskarte von Tante Waldtraud die die Gestalt eines Adventskalenders hatte. Das war allerdings aber nicht meine einzige Post, denn auch eine süße Karte erwartete mich, die mir mein Schätzla schrieb, so wies Oma jetzt sagen würde.  Ich habe mich so über die Post gefreut. DANKE  nochmal:))

Danach hieß es für mich zu aller erst auspacken und schlafen, da ich mich abends schon wieder in ein neues Abenteuer stürzte. Allerdings wurde aus meinem Schönheitsschlaf auch nicht viel, da ich nicht einschlafen konnte. Nach dem Abendessen kamen dann Alina und Franzi da sie große Pläne schmiedeten. 

 

Fortsetzung -> nächster Eintrag

 

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