26.11.12 - 02.12.12 A piece of home

Alina und ich auf dem Christkindlmarkt
Alina und ich auf dem Christkindlmarkt

Montagabend fuhren wir seit langem mal wieder nach Skokie in die Cheesecake Factory, damit Franzi und Alina ein Stück Kuchen essen konnten. Ich vergnügte mich mit ein paar Gläsern Wasser. Dort saßen wir dann den kompletten Abend und qatschten mal wieder über Gott und die Welt.

 

Nachdem ich dann am Dienstag wieder Fahrservice für meine Kids spielte und sie zum Basketball fuhr, holte mich Alina abends ab und wir fuhren in die Mall. Doch diesmal waren wir nicht nur zu 3. ;) In Wilmette holten wir nämlich noch Annika ab, ein neues Au Pair aus Deutschland, mit der Alina Kontakt hatte. Zu 4. fuhren wir dann weiter nach Skokie, dort bummelten wir dann ein wenig durch die Läden bis diese dann zu machten. Da wir aber noch nicht sofort wieder heim wollten, fuhren wir mal wieder zu Vicky´s open house um dort den Abend gar zu verbringen. Franzi weihte Annika dann gleich mal in ihre Liebe zu Poptarts ein und Alina und ich knabberten an unseren Möhren herum. 

 

Am Mittwoch waren wir dann seit langem mal wieder auf dem Starbucksmeeting. Geändert hat sich da aber irgendwie immer noch nichts, man unterhält sich immer mit den Gleichen und wenn man sich mit anderen unterhält, dann sowieso immer über den selben Smalltalk und beim nächsten mal weiß man den Namen des gegenübers sowieso nicht mehr. Im Großen und Ganzen finde ich sind diese Meetings zwar eine gute Idee, aber wirklich viel neue Kontakte kann man dort nicht knüpfen.

Am selben Abend fragte uns Jonathan, ob wir am Freitag zum Zumba gehen. Da ich Franzi das sowieso schon versprochen hatte, bot sich das ja an.

 

Also holte mich Franzi am Freitagmorgen ab um zum Zumba zu gehen. Mein Hostdad konnte es gar nicht glauben, dass ich da hingehe da ich mich schon als ich das erste mal bei einem Zumbakurs mit Melanie war, anschließend bei ihm aufgeregt hatte, dass das nichts für mich ist. Ich dachte allerdings, dass das ja vielleicht an der Trainerin lag, aber auch diese Trainerin konnte mir keinen wahnsinnigen Spaß an diesem Sport bereiten. Jedenfalls kamen Frenchi und ich dort an und uns stürmte die Trainerin schon entgegen und meinte: „Ihr seid doch sicher Au Pairs, kennt ihr Stephi?“ .. „Eh ja, ist sie nicht hier?“ Verzweifelt blickten wir in die Runde, allerdings entdeckten wir keines der Au Pairs die am vorherigen Mittwoch groß und breit versicherten, dass sie kommen würden. Tja, aber Franzi und ich zogen das nun durch. Wir begaben uns in die letzte Reihe und begannen mit allen Stay-at-Home Mums um die Wette zu „shaken“. Ich muss sagen, es war schon amüsant aber ich bin einfach unfähig nach Vorlage zu tanzen und als sie dann den „Gangnam Style“ auspackte, war es bei mir völlig vorbei :-D

Na gut, aber ich hab die Zumba Stunde überlebt und hatte Spaß. Zu Hause komme ich dann von der Tür herein und sehe ein großes Paket auf der Treppe. Unerwarteterweise stand da auch noch mein Name drauf und der Absender, mein Papa. Mit Freudensprüngen hüpfte ich in die Küche um es sofort zu öffnen und siehe da: Am Tag vor dem 1. Dezember kam mein Weihnachtspaket :))))

Mein Tag war somit gerettet dank einem Stück Heimat in Paketform. Jedenfalls hat mein Papa an mich gedacht und jedes Gramm ausgefüllt mit Adventskalendern, Schokolade, Backsachen, einem Räuchermännchen und einer Pyramide. Mir standen ja ehrlicherweise die Tränen dann schon etwas in den Augen, als ich diese zusammenbaute und anzündete. Als Paul sie sah war er auch völlig begeistert. Somit hat mein Dad nicht nur mir eine wahnsinnige Freude gemacht, sondern meiner ganzen Hostfamily, da sich alle über die Pyramide freuten. Jedes mal wenn ich die Kerzen anzünde, muss ich an zu Hause denken. Danke, Papa =)

 

Samstag war es dann soweit ich konnte das erste Türchen meiner Adventskalender öffnen :))) 

Nach dem Frühstück kamen dann Alina und Franzi und wir machten uns auf den Weg Santa im Park in Hubbard Woods zu treffen, das ist ein Park der direkt bei mir um die Ecke ist, durch den auch schon Kevin, von „Kevin allein zu Haus“, gerannt ist. Da aber so viele bei ihm an standen, drehten wir um und liefen zurück zu mir. Da Alina noch ein Geschenk für ihr Gastkind brauchte, das am Sonntag Geburtstag hatte, fuhren wir in die Mall um ein Geschenk zu besorgen. Anschließend führte uns unser Weg wie so selten in die Library um einen Film auszuchecken. Passend zur Weihnachtszeit, liehen wir die Weihnachtsgeschichte und Kevin allein zu Haus aus. Alina schmiss mich dann bei mir zu Hause ab, da ich Bexi zu einem Geburtstag fahren musste. In der Zwischenzeit hatten Alina und Franzi die Mission Milchreis zu besorgen. Dies entwickelte sich aber zu einer richtigen Herausforderung, da man Milchreis hier nicht wirklich findet. Also kauften die Beiden eine Art Milchreis-, Pudding-, Gelatinebrei den sie kochten als ich bei Alina ankam. Dort aßen wir dann zusammen dieses Zeug und bestellten Photos bei Walgreens um unsere Scrapbooks weiterzuführen. Ich musste Bexi dann wieder von dem Geburtstag abholen, da Paul und Jules eine Weinprobe-Party bei uns veranstalteten. Ja, aus dieser „Probe“ wurde dann wohl eher ein Besäufnis. Jedenfalls holten wir dann Bexi ab und stoppten vorher bei Walgreens um unsere Bilder abzuholen. Dort hatten wir das Vergnügen von einem inkompetenten Inder bedient zu werden, welcher weder in der Lage war die Bilder ordentlich zu drucken, noch groß Englisch sprechen geschweige den verstehen konnte. Deshalb mussten wir dann auch noch einmal auf dem Rückweg dort anhalten um unsere restlichen Bilder abzuholen. Zurück bei mir zu Haus, stellte Bexi ihre Großzügigkeit unter Beweis und teilte ihre pinken anklebbaren Schnurrbärte mit uns, welche sie auf der Party bekam. Anschließend begannen wir dann mit unserer Scrapbook-Session während wir nebenbei Kevin allen zu Haus ansahen. 

 

Sonntag – Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Wir machten uns am Samstag dann auf den Weg nach Chicago um ein wenig Heimat zu schnuppern. Denn wir begaben uns auf den Christkindlmarkt. Dort gab es von Bratwurst mit Sauerkraut über Currywurst, Leberkäse, Kartoffelpuffer, Kinderpunsch und Glühwein viele weiter deutsche Spezialitäten. Man konnte dann immer an den Ständen lesen, was sie verkaufen und woher aus Deutschland ihre Produkte stammen. Der Bayern-Stand verkaufte ganz typisch: „Jodelnde Teddybären“ :-D. Natürlich wäre es cooler gewesen, wenn es einen Franken-Stand gegeben hätte, aber so musste ich mich eben mit Nürnberger Bratwürsten als fränkische Spezialität zufrieden geben. Wir haben uns dann eine heiße Schokolade gegönnt, bei der dann die Diskussion aufgekommen ist, was denn der Unterschied zwischen einem Kakao, einer heißen Schokolade und einem Kaba ist. Also ich weiß ihn bis heute noch nicht. Man fühlte sich auf dem Markt ein wenig wie zu Hause, nicht nur aufgrund der ganzen deutschen Stände, man musste man sich nur ein mal umdrehen und schon hörte man ein paar deutsche Worte. Wie jedes Kind es sich wünscht einmal den Weihnachtsmann zu treffen, machten wir uns unseren Traum zur Wirklichkeit und reihten uns in der Schlange ein. So standen wir dann für eine halbe Stunde in der Kälte bis uns Weihnachtsfrau dann in ihr Häuschen gelassen hat. Dort hatten wir dann die Ehre einmal auf Santa Claus Schoss zu sitzen und sich wie 10 zu fühlen. Nach dem er uns verschonte und nicht in seinen Sack steckte, verließen wir den Weihnachtsmarkt und machten uns auf den Weg zur Bean. Dort trafen wir dann an der Eislaufbahn ein paar andere Au Pairs mit denen wir ein paar Worte wechselten bis wir dann wieder nach Hause zurück fuhren. 

 

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