Some ordinary days

Urban Outfitters unsicher machen :)
Urban Outfitters unsicher machen :)

So endlich bin ich wieder im Besitz eines internetfähigen PCs dank Christian, der mir großzügigerweise seinen aus Deutschland herfliegen ließ. Jedenfalls werde ich in diesem Eintrag nicht jeden einzelnen Tag abarbeiten, sonderen nur die Tage, an denen etwas interessantes passierte. Denn an allen anderen war ich meist damit beschäftigt, ein paar Kalorien im Gym vorrätig zu verbrennen oder das Haus auf Vordermann zu bringen. Jules gab mir nämlich eine Liste mit circa 10 Aufgaben, die ich unter der Woche abarbeiten sollte, bis die Verwandtschaft und Patrik dann zu Besuch kamen. Also sahen meine Vormittage soweit immer ähnlich aus: Workout, putzen, einkaufen, Kids abholen. Natürlich wurde dann Alex kurz vor Weihnachten noch krank, sodass ich ihn von morgens bis abends hatte. So durfte ich mal merken, wie es sich anfühlt wenn man als Kind zu Hause geblieben ist. Man selbst freut sich, aber für die Anderen kann es teilweise wirklich nervenaufreibend sein. Da ich ihm aber erklärte, dass ich Aufgaben habe welche ich erledigen muss, beschäftigte er sich soweit recht gut selbst. Doch man konnte so schnell gar nicht schauen und er hüpfte wieder durch die Gegend.

 

Freitag - 14.12

Nun ja ein paar Tage vorher meinte Jules so zu mir, dass sie eine schlechte Nachricht für mich habe. Ich fragte wieso und sie antwortete, dass ich am kommenden Wochenende am Freitag und Samstag arbeiten müsste. Im Gegenzug allerdings würde ich in der Zeit, in der Patrik hier ist etwas mehr frei bekommen. Deshalb sagte ich dann auch, dass es kein Problem sei. Also habe ich dann am Freitag Abend auf die Kids aufgepasst, mit ihnen Monopoly gespielt und Kevin allein zu Haus geschaut. Dann bin ich auch frühs schon schlafen gegangen, da ich K.O. von der Woche war.

 

So war dann auch schon Samstag, 15.12.

Ich machte mich auf den Weg zu Frenchi um den Tag sinnvoll zu nutzen, bis ich dann das Arbeiten anfangen musste. Dort hatten wir dann eigentlich vor, meine Autoreifen aufpumpen zu gehen. Da die Tankstelle aber leider schon zu hatte, beschlossen wir nach Evanston zu fahren. Dort bummelten wir durch den Urban Outfitters und machten uns es bei Panera gemütlich, nachdem wir leider feststellen mussten, dass im Kino nichts interessantes läuft. So spazierten wir ein wenig durch den Regen in Evanston. Allerdings mussten wir dann auch schon bald wieder los, weil ich ja arbeiten musste. Also schmiss ich Franzi ab und machte mich auf den Heimweg. Bei mir habe ich den Kids dann Essen gemacht, wir haben den Grinch geschaut und anschließend habe ich sie dann ins Bett gebracht.

 

Sonntag 16.12

Erstmal habe ich ausgeschlafen, gefrühstückt und mich geduscht. Anschließend machte ich mich dann nachmittags auf den Weg zu Franzi, denn wir waren bei Ally, der Freundin von Annice eingeladen. (Annice ist die ehemalige Hostmum von Steve, einem der englischen Soccercoaches). Vorher machten wir uns es bei Franzi im Bett gemütlich und chillten den ganzen Nachmittag bis es dunkel wurde und wir uns auf den Weg zur Hanukkah-Party machten. Hanukkah, ist eine Art jüdisches Weihnachtsfest. Wenn es euch näher interessiert, googelt es, weil das Internet es sicher besser erklären kann, als ich. Na gut, dort angekommen, war schon Full House und wir wurden erstmal ein paar Leuten vorgestellt. Wir probierten uns durch die vegetarische und vegane Lasagne und sämtliche Desserts, die unter anderem ebenfalls Gluten-Free waren. Das Highlight waren die jüdischen Lieder die dann gesungen wurden und die Menora angezündet. Die Menora  ist ein siebenarmiger Leuchter, eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums. Jedenfalls waren wir dann völlig vollgegessen und haben uns schön mit Annice unterhalten bis wir uns dann wieder auf den Heimweg machten, nachdem wir bei Aufräumen halfen. Zurück zu Hause, ging es dann schon wieder Richtung Bett.

 

Naja gut am Montag ( 17.12.) habe ich mal wieder gearbeitet und abends kam dann Franzi vorbei. Da es schon seit längerem geplant war, dass wir einmal nach Boston fliegen wollen und ich den Flug endlich buchen wollte, machten wir Nägel mit Köpfen. Wir buchten unseren Flug für den 18.1. Denn über das Wochenende ist meine Familie in Orlando auf einem Fußballturnier von Alex, sodass ich dann bis Mitwoch drauf oder so frei habe. Deshalb fliegen wir bis Montag nach Boston um mal wieder ein kleines Abenteuer zu erleben. Ich bin jedenfalls gespannt wie es wird und freu mich schon wahnsinnig auf die 3 Tage :)

 

Am Donnerstag (20.12.)  nachdem die Kids Schule hatten, ging es nach Hause, sie haben Hausaufgaben gemacht und etwas gegessen. Anschließend musste sich auch jeder schon wieder fertig machen, da wir abends in die Kirche zu Candles & Caroles gehen, das war eine Art Weihnachtskonzert der Kinder. Es war richtig schön muss ich sagen, alle Klassen haben sich wirklich Mühe gegeben. Nur ein Weihnachtskonzert komplett auf Englisch zu hören, war noch etwas ungewohnt. Das ging jedenfalls eine Stunde und zum Schluss sang dann die ganze Kirche "We are the world". Das war für mich vorhersehbar, da die Kids das täglich zu Hause am laufenden Band sangen. Anschließend waren wir auf einer Party eingeladen. Diese war bei den Sullivans, die in der Schule ziemlich engagiert sind. Jedenfalls dachte ich, wir gehen dort hin und es sind viele andere Familien der Schule dort. Mh - Pustekuchen, "the Ainsworth Family" war wohl die einzige Familie der Schule, welche eingeladen wurde. Denn es war eine Familien-Reunion welche jedes Jahr stattfindet. Ich fühlt mich etwas fehl am Platz, da wir die einzigen waren die nicht zur Familie gehörten. Also stand ich erstmal neben Paul für eine Weile und unterhielt mich mit einer Tante der Sullivan Kids. Als sie dann meinte, dass ihr Sohn hier ist und er 20 ist, wurde ich dann erstmal vorgestellt und er nahm an unseren nette Gesprächsrunde teil. Als ich mich dann doch einmal entschloss, mir etwas zu Essen zu holen, setzte ich mich mit meinem Pappteller an den Tisch. Es dauerte nicht lange und mir wurde von dem Sohn (dessen Namen ich leider nicht mehr weiß :D) Gesellschaft geleistet. Wir unterhielten uns dann noch für ein Weilchen und um kurz vor 10 ging es dann zurück nach Hause, da die Kids ja am nächsten Tag Schule hatten.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0