finally it's Christmas :)

Normal sein, ist langweilig :D Weihnachtsessen :)
Normal sein, ist langweilig :D Weihnachtsessen :)

Nach 5 Monaten und 29 Tagen Amerika, vielen Ups and Downs, Tränen, Freude und Co. war es am 21. Dezember so weit :) Wie ein kleines Kind vor Weihnachten konnte ich den Tag vorher kaum schlafen und am Freitag kaum noch ruhig sitzen. Der Vormittag war für mich wirklich schrecklich, jeder zweite Blick galt dem PC auf dem ich den Flug verfolgen konnte. Als ich es dann nicht mehr erwarten konnte fuhr ich einfach viel zu früh Richtung Flughafen, aber das war mir egal. Denn lieber stehe ich dort mir die Beine in den Bauch, als ihr vor zittrigen Knien nicht mehr stehen zu können. Also führte mich mein liebes Navi, ohne das ich ja schon längst verschollen wäre, zum Flughafen. Dort angekommen, fand ich einen wundervollen Parkplatz direkt vor dem Ausgang des Terminals. Gut, Mission erfüllt. Also stapfte ich hinein und stand dann erstmal verloren vor 20 Bildschirmen. Als ich dann herausfand, aus welchem Gate er kommt, suchte ich mir dort ein Plätzchen und stand dort gefühlte 10 Stunden. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Menschen dort so nacheinander wiedergefunden haben. Wie im Fernsehen wartete der eine Mann mit einem Blumenstrauß auf seine Freundin, die Eltern auf ihren Sohn oder die ganze Familie auf Oma und Opa. So vertrieb ich mir meine Zeit bis dann endlich mein "Sweetheart" mit seinem Bundeswehrrucksack und seinem Koffer aus dem Gate kam. Ich konnte es gar nicht glauben. Erst nach einem Kuss und einer langen und langersehnten Umarmung wurde mir bewusst, dass jetzt der Moment gekommen ist, auf den ich eine halbe Ewigkeit wartete. Es dauerte eine Weile bis ich wieder klar denken konnte. Wir verließen den Flughafen und liefen zum Auto, es war so ungewohnt und eigentlich hatte man sich so viel zu sagen. Nur wusste man irgendwie auch nicht wo man anfangen sollte.

 

Zurück bei mir zu Hause angekommen, war noch keiner zu Hause da Paul Alex von der Schule abholte und sie bei Panera stoppten und Bexi ein Play date mit Amanda hatte. Also zeigte ich Patrik erst einmal das Haus. Da kamen auch schon Alex und Paul und die erste Begegnung fand statt. Alex und Patrik fanden sofort eine Gemeinsamkeit welche sie teilen konnten, irgend ein Jetpack Spiel auf dem Handy, wovon ich natürlich mal wieder keine Ahnung hatte :-D

Später kam dann Jules hinzu. Wir aßen zusammen Dinner und Alex ging auf ein Basketballspiel mit Bobby. Bexi kam auch erst ziemlich spät wieder, da sie ebenfalls auf einem Basketballspiel mit Amanda war. Als sie von der Tür hereinkam und ins Esszimmer kam, sagte sie "oh my god, hi". Sie war einen Moment völlig sprachlos, als sie Patrik sah. Endlich konnte sie ihn im real life sehen, worauf sie schon so lange hineiferte, da sie alle Bilder von ihm schon immer super fand. Wir saßen dann noch etwas am Tisch, Patrik ist dann allerdings Richtung Bett gegangen, da er verständlicherweise ziemlich müde war.

 

Samstag 22.12.

Wie jedes Wochenende hieß es natürlich ersteinmal ausschlafen, nur konnte ich die ganze Nacht irgendwie nicht so gut schlafen. Nun ja, als wir dann aufstanden, fragte Jules ob sie uns Frühstück mit machen sollte. Dieses Angebot nahmen wir selbstverständlich an und wir aßen einen Toast mit Käse und Schinken überbacken. Anschließend fragte sie, ob wir mit zu Cosco kommen wollen um einen Großeinkauf für die nächste Woche zu starten. Da es ein Muss ist einmal bei Cosco gewesen zu sein, wenn man hier ist gingen wir mit. Cosco ist wie Metro in Deutschland. Alles gibt es in riesigen Packs oder Übergröße. Alex hatte ein Play date, also passten wir alle in ein Auto. Und los ging die Shopping-Tour. Im Cosco angekommen, schnappten wir uns 2 Wagen und so schnell konnte ich nicht schauen, wurde mein Freund zu Jules little Helper. Little Miss Bossy, fand ihren Handlanger, welcher alle Artikel in den Wagen schlichtete. Das klingt gerade, als wäre er ein Sklave gewesen, aber ganz so schlimm war es dann doch nicht. Vielleicht kam es auch einfach nur so rüber, da Bexi, Paul und ich uns abkoppelten und wie immer ein kleines Abenteuer aus einem Cosco-Besuch machten. Bexi und ich fanden einen Gang in dem Bürostühle standen, also machten wir uns es bequem. Doch es dauerte nicht lange und Paul leistete uns Gesellschaft, denn er packte unsere Stühle und gab uns einen gewaltigen Schubs, sodass wir ein Wettrennen starteten. Damit wir nicht all zu sehr randalieren, verließen wir die Bürostühle und gingen zu den Stofftieren über. Dort versanken wir in einer riesigen Kiste, welche einem Teddybär-Meer ähnelte. Na gut,  dann wurde es doch mal wieder Zeit das Einkaufen ernst zu nehmen. Also begannen Bexi und ich uns auf die Suche nach dem Pinguin-Wein zu begeben, da wir Pauls Shoppingteam angehörten und dieser irgendwie nur Paletten Wein, Bier, Cola und Co kaufte. Während Patrik sich mit Jules durch alle Snack-Probierstände arbeitete, packte ich meine Äpfel und Mandarinen ein. Nach ein paar Stunden Cosca, war unser Einkauf getan. Also hieß es sich auf den Rückweg zu machen. Doch vorher musste alles natürlich noch ins Auto, also spielte Patrik mit Paul Tetris und schlichtete alles so in der Kofferraum, sodass wir auch noch vorne im Auto Platz hatten. Zurück zu Hause angekommen, musste natürlich jeder eingekaufte Artikel an seinen Platz. Als das geschafft war, schmissen wir uns schnell in andere Kleidung, da wir zusammen mit Alex und der Familie einer seiner Freunde Fußball spielten. Also gings in die Kälte und auf den Fußballplatz. Dort wurden zwei Teams gebildet und ab ging die Post. Da Alex und Griff wählten, wurden natürlich erstmal deren Dads gewählt, da keiner wusste, dass eigentlich Patrik der "Messi" auf dem Platz war. Das wurde dann erst später bemerkt und ab diesem Zeitpunkt war er natürlich ein noch größerer Held der Kids. Sodass er ab jetzt egal ob beim Basketball oder beim Fußball der "first pick" war. :)

Da ich abends für ihn noch eine Überraschung hatte, bzw einen Teil seines Weihnachtsgeschenks, war ich auch ganz froh als wir dann das Spiel beendeten und nach Hause gingen. Denn viel Zeit blieb uns dann auch nicht mehr. Sie reichte gerade mal dafür, sich umzuziehen und eine Kleinigkeit zu Essen. Dann vertraute ich mal wieder voll und ganz meinem Navi und wir machten uns auf den Weg.

Ja wohin nur? Diese Frage stellte er sich auch eine Weile, bis er dann irgendwann als wir fast dort waren meinte: "Ich weiß, was wir machen." Letztendlich hatte er damit auch Recht, denn ich habe uns Tickets für Tyler Ward gekauft. Ich weiß zwar nicht wie vielen von euch das nun was sagen wird, aber es hat sich gelohnt. Es war richtig schön ihn live zu hören. Vorher saßen wir noch ein wenig in der Bar und er bestellte sein ersten locales amerikanisvches Bier. Nach dem Konzert machten wir uns dann auf den Weg zurück nach Hause. Da Paul und Jules ein Chinese-Take-Out holten, saßen wir dann in der Küche und aßen die Reste.

Sonntag

Da wir ja unseren Cosco-Einkauf nun am Tag vorher erledigten, stand am Sonntag dann Chicago auf dem Programm. Doch nicht alleine. Da Alina und Franzi ja denjenigen kennenlernen wollten, von dem sie die ganzen Monate vorher sich Leid und Freud anhören mussten, machten wir uns zu 4. auf den Weg. Unser Weg führte uns natürlich wie immer erstmal an die Bean, zum German-Christkindl-Market, zu Macys und Panera. Da es so kalt war, war die Lust und Laune des Sightseeings nach Panera nicht mehr all zu groß. Wir statteten der Bean noch einen Besuch im Dunkeln ab und schon ging es wieder Richtung Winnetka. Dort gab es dann Dinner. Danach spielte ich mit Jules und Paul noch etwas Romi und Jules öffnete eine Flasche Baileys. So schnell konnten wir nicht schauen und sie war zur Hälfte geleert. Paul machte sich dann um kurz vor 11 auf den Weg zum Flughafen um seine Schwester und deren Familie abzuholen. Anfangs wartete ich mit Jules noch, als es mir dann aber zu lange dauerte, bin auch ich dann ins Bett gegangen zu meiner lebendigen Wärmflasche. :)

 

Montag - Christmas Eve

Nachdem wir aufgestanden sind, lernten wir dann erstmal die ganze Familie von Sam kennen. Ihren Ehemann Kris und ihre beiden Söhne Sebastian(15) und Teddy(1,5). Der Kleine war einfach super goldig und das unkomplizierteste Kleinkind, das ich jemals kennengelernt habe. Während ich mit Jules, Sam, Kris und Teddy noch ein paar Einkäufe erledigte. Konnte sich mein Liebster voll und ganz den Kids widmen, welche ihn ja von der ersten Sekunde an lediglich vergötterten :) Sie gingen dann zu Mc Donalds zum Lunch und wir gingen gute Frage.. zu irgend einer Sandwich-Kette (Nein, nicht Subway :P). Zurück zu Hause skypte ich dann mit meiner Familie zu Hause und so konnte ich live dabei sein, als nach dem Weihnachtsabendessen die Feuerzangenbowle angezündet wurde. Es war ein seltsames Gefühl nicht mit an dem gleichen Tisch zu sitzen, aber dennoch freute es mich dass ich soweit es ging mit an Weihnachten in Deutschland teilnehmen konnte. Wir gingen nachmittags um 4 dann alle zusammen in die Kirche. Ich war einfach total geschockt, als ich in der Kirche sah und der Gottesdienst zwar noch nicht begann, aber in jeder Reihe 1-2 Leute einfach mit ihrem Handy herumspielten. Das haute mich wirklich vom Hocker, das war etwas was für mich einfach gar nicht ginge aber nun ja scheint hier ja völlig normal zu sein. Back home, war es dann auch schon fast wieder Abend doch perfekt zu Weihnachten fing es dann das schneien an. Es fielen richtig große Flocken und man konnte es kaum glauben, dass der Schnee wirklich liegen blieb .Meine Stunder der Wahrheit stand dann an und ich sollte Feuerzangenbowle machen. Also folgte ich allen Anweisungen, die mir Papa gab. Da wir keine Zange für den aus Deutschland eingeflogenen Zuckerhut besaßen, nahmen wir einfach eine Käsereibe, welche wirklich den gleichen Zweck erfüllte. Auch der 40%ige Rum brannte einwandfrei. Gespannt schaute mir Paul über die Schulter als ich den Zuckerhut anzündete. Ich war selbst überrascht, wie gut das alles klappte und auch schmeckte. Da war ich denke ich auch nicht die Einzige, da Jules von der Bowle nicht genug kriegen konnte, sodass diese auch im Handumdrehen leer war. CHECK :)!  Jedenfalls gab es zum Abendessen dann Spaghetti Bolognese mit Knoblauchbrot. Nach dem Essen war es dann Zeit für einen kleinen Verdauungsspaziergang. Voller Freude packten sich alle warm ein und wir liefen eine Runde um den Block und genossen es durch den Schnee zu stapfen. Natürlich konnt es dann auch keiner lassen nicht einen Schneeball zu werfen und so endete es in einer Schneeballschlacht. Als dann jeder genug von Schnee und Kälte hatte, spielten wir alle zusammen eine Runde Verstecken im Haus. Das machte groß und klein Spaß. Während sich Jules und Sam mit einem Glas Wein im Schrank versteckten, Alex und Patrik in der Badenwanne saßen zusammen, kauerte ich mich in einen Karton im Keller. Als auch das seinen Reiz verlor war das Highlight des Abends als nächstes auf dem Plan: Santas Snack an den Kamin zu stellen. Da er schließlich tolle Geschenke bringen sollte und gestärkt weiterfliegen konnte, stellten Alex und Bexi einen Teller mit Mince Pie und einem Glas Whisky an den Kamin. Außerdem waren auf dem Teller noch ein paar Karotten für seine Rentiere. Dabei meinte Bexi zu mir: "Weißt du was ich interessant finde? Nämlich das Santa Claus Mince Pie und Whisky mag, genau so wie Daddy.." Ohne eine Sekunde zu zögern antwortete ich: "Nun ja ich denke viele Männer lieben Whisky und Mince Pie. Da kann man sich immer sicher sein, dass sie es aufessen und es ihnen auch wirklich schmeckt." Sie hatte ja nicht ganz unrecht, aber Jules aß den kleinen Kuchen und trank den Whisky und ich wurde mal eben zum Rentier als die Kids im Bett waren. Alle Erwachsenen (falls ich mich da mittlerweile hinzuzählen darf) saßen dann noch etwas zusammen bis die Stockings am Kamin mit einer Packung "ice breakern" gefüllt wurden und die Geschenke, welche nicht in den Stocking passten in den Keller geschafft wurden und mit etwas Rentierstaub bestreut wurden.

 

Dienstag - Christmas Day

Um 7 oder 8 klopfte es an der Tür und Alex kam ins Zimmer und meinte nur "waky upy, waky upy.." ja, da war die Nacht wohl vorbei und Weihnachten in den USA fing an. Im Schlafanzug ging es dann nach unten und los ging es: Stockings checken. Da die Kids aber die Geschenke im Keller natürlich schon bemerkten, brachte Pauls Versuch mit einem Zettel im Strumpf mit der Aufschrift: "Bah Humbug" wohl auch nichts. Denn spätestens dann als er aus seinem Stocking ein X-Box Spiel zog und meinte: "Oh nein wir haben ja gar keine X-Box" fingen die Kids das Rennen an und man konnte gar nicht so schnell schauen und sie waren im Keller. Anschließend begann dann die Bescherung welche dann auch einige Stunden andauerte. Anfangs kam es einem so vor, als würde sich das Meer von Geschenken unter dem Baum kein Stückchen leeren. Doch nach ein paar Stunden war doch ein mal ein Ende in Sicht. Jedenfalls gab es dann erstmal Croissants zum Frühstück damit alle gestärkt weiterhin Geschenke auspacken konnten. Als dann alle Geschenke ausgepackt waren und die Kids sich über das ein oder andere freuten oder auch nicht, wurden ein paar Snacks in den Ofen geschoben. Natürlich wurde die X-Box sofort zum Laufen gebracht und alle anderen Geschenke waren nebensächlich. Es ist schon faszinierend, wie viel die Kids hier bekamen. Sie wussten ja nach ein paar Stunden teilweise gar nicht mehr, was von wem war. Schade, dass man sich hier über Kleinigkeiten kaum noch freut, stattdessen wir das alles auf einen Haufen gepackt und irgendwann vielleicht mal benutzt bzw beachtet. Die Kids, inklusive den großen Kids namens Sebi und Patrik verschwanden dann im Keller um X-Box zu spielen. Doch zuvor spielten wir noch eine Runde Apples to Apples, was ich fast völlig vergessen hätte. Der Weihnachtstag bestand dann soweit großteils aus Essen vorbereiten, Spiele und X-Box spielen und Trinken. Frühs startete man mit einem Glas Sekt und dann folgten schon die ersten Cocktails. Da der Tag ja schon sehr früh begann und er auch relativ früh wieder enden sollte, gab es bereits um 4 Uhr nachmittags "Abendessen" oder eben Weihnachtsessen. Nach stundenlanger Vorbereitung am Vormittag standen Turkey mit Stuffing, Kartoffeln, in Bacon eingewickelte Würste, Schinken mit Honigglasur, allerlei Gemüse und Wein auf dem Speiseplan. Ich muss zugeben, dass ich eher unser traditionelles deutsches Weihnachtsessen bevorzuge, was nicht so viel Aufwand beansprucht aber dennoch um Welten besser schmeckt. Also saßen wir dann alle beim Weihnachtsessen zusammen und anschließend wurden dann die Cracker zum Platzen gebracht. Man überkreuzte seine Arme und hatte dann in beiden Händen ein Ende eines Crackers in der Hand (also im Endeffekt die Enden zweier verschiedener Cracker). Auf "los" zog dann jeder an, sodass die Cracker zerplatzen und bei wem "das Innere" dann landete, dem gehörte es. Also wurde ich um eine faltbare Einkaufstasche reicher. Außerdem waren in dem Cracker noch eine Papierkrone, welche man aufsetzen sollte (die aber zu groß für meinen kleinen Kopf war) und ein Zettel mit einem "Charade"-Auftrag welchen man dann vormachen musste. Davor konnte ich mich jedoch drücken :D Denn wie sollte man den einen Weihnachtsbaum darstellen?

Nach dem Essen ging es noch eine Runde spazieren für alle und dann wurden soweit nur noch sämtliche Spuren beseitigt. Da wir einen so frühen Start hatten und zu viel Essen und Trinken ging es für jeden etwas eher ins Bett.

 

Mittwoch - Boxing day

Erstmal ausschlafen... Ansonsten haben die Kids mal wieder X-Box gespielt oder Tischtennis. Nachmittags sind wir dann alle zusammen in die Turnhalle der Schule um etwas Sport zu machen und die angegessenen und angetrunkenen Kalorien wieder los zu werden. Natürlich wollten die Kids nur noch in Patriks Team spielen. Also bildeten Paul, Sebi und ich ein Team. Schade, dass ich in Basketball einfach die Niete schlechthin war und mir erstmal wieder beigebracht werden musste, Körbe zu werfen. Ansonsten war dieser Tag eher zum Ausruhen und erholen gedacht. Deshalb haben wir Football geschaut und jeder hing etwas in den Seilen.

 

Donnerstag - 27.12.12 - Time for cookie wars!!

Da es Jules Dad ziemlich schlecht ging, flog sie von Donnerstag bis Sonntag nach England. Dort besuchte sie ihn im Krankenhaus und leistete ihrer Mutter Beistand, da es dieser dann auch nicht sehr gut ging.

Also waren wir vorerst noch zu 9. ..

Da es schon seit längerem geplant war, dass wenn Sebi zu Besuch ist, wir einen Wettkampf starten müssen wer die besten Plätzchen bäckt, fand an diesem Tag der große Kontest statt. Sebi und Alex bildeten ein Team und Bexi, Patrik und ich eines. Nun ja, dann standen wir vor der großen Frage: "Was backen wir denn?"

Bexi entschied sich dann für "stink normale" Chocolate-Chip Cookies. Na gut, die große Herausforderung war das ja nicht aber mal sehen. Los ging die Sauerei... 2 Mädls und 3 Jungs in einer Küche? Das konnte ja nur eine einzige Sauerei werden. Da Bexi wie so gerne ein mal wieder die Boss-Rolle übernahm, mixten wir in unsere Kekse noch bunte Streusel. Anschließend hieß es auf das Blech damit und ab in den Ofen. Da unsere Cookies nur 15 Minuten brauchten, wurde uns auch schnell bewusst, dass wir etwas zu wenig Abstand zwischen den einzelen Teighäufchen hatten. Schlussfolgernd wurden aus zwei Keksen, dann eben nur einer. Doch das machte nichts, da wir ja für die Jurie nur 3 Kekse benötigten. Diesen Fehler machten nicht nur wir, aus Sebis und Alex "Schneeflocken - Keksen" wurden eher "Schneematsch-Kekse". Also waren wir wieder alle gleich auf. Nun ging es ans dekorieren: Team BVP beschloss mit Schokosoße, Sahne und Himbeeren zu arbeiten mit einem äußerst zufriedenstellenden Ergebnis.

Team AS bekam "seltsamerweise" eine ähnliche Idee und verwendete ebenso Sahne und Himbeeren.

Dann kam so langsam die Stunde der Wahrheit und Team AS war als erstes an der Reihe. In der Zwischenzeit perfektionierten wir unseren Einmarsch. Sodass wir schließlich mit passendem Star-Wars Theme Song und unseren Keksen einmarschierten. Dort standen wir dann vor der Jurie (Paul, Sam und Kris). Als sie uns ins eiskalte Wasser schmissen, als wir doch etwas über unsere Kekse erzählen sollten. Damit rechnete keiner von uns und wir verloren lediglich ein paar wenige Sätze über unsere Cookies bevor wir aus dem Zimmer geschickt  wurden, um der Jurie Zeit für die Entscheidung zu lassen.

Nach ein paar Minuten riefen sie uns zu sich um uns ihrer Entscheidung zu verkünden. Mit Youtube-Trommelwirbel teilten sie uns mit, dass das Team AS gewann aufgrund einer besseren Präsentation. Denn hinsichtlich des Geschmacks waren wir gleich auf. Denn beide Kekse haben nicht unbedingt suuuuper lecker geschmeckt :D muss ich zu meiner Schande gestehen. Nach dem Cookies backen sind wir dann noch eine Runde spazieren gehen und stoppten dabei kurz am "Kevin allein zu Haus"-Haus. Es war richtig schön zusammen durch den Schnee zu stapfen und einfach den Winter und die Weihnachtszeit zu zweit zu genießen. Als wir dann wieder zurück waren, machten wir uns eine heiße Schokalade, kuschelten uns ins Bettchen und zeigten uns gegenseitig Bilder der vergangenen Monate.

 

28.12.12

Nachdem wir den ganzen Tag überlegt haben, was wir anstellen könnten, kamen wir zum Entschluss, dass wir abends eine Chicago Deepdish Pizza probieren. Also fuhren wir mit Franzi nach Wilmette um uns in ein neues Geschmackserlebnis zu stürzen. Doch die Location hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Es war wie in einem Fast food Restaurant. Doch letztendlich braucht man ja auch nicht mehr als einen Tisch und Stühle. Außerdem hing dort sogar ein TV, sodass Patrik immer schön Football schauen konnte. Dort saßen wir dann bei unserem "romantischen" Dinner und aßen die wohl gehaltvollste Pizza, die ich jemals vor mir stehen hatte. Aber ich muss sagen, für diese Pizza nahm ich die triste Location in Kauf, denn sie schmeckte wirklich gut. Anschließend holten wir Annika ab, da wir nach Wilmette zum blinkenden Weihnachtshaus fahren wollten. Dort angekommen, schalteten wir den richtigen Radiosender ein bei dem eigentlich Weihnachtsmusik hätte laufen sollen. Hätte.. denn aus unerkenntlichen Gründen standen wir dann ohne Weihnachtsmusik vor einem nicht blinkenden Haus. Daraufhin beschlossen wir bei mir einen Film zu schauen. Also holte Annika ihr Auto und wir trafen uns bei mir.  

 

29.12.12

Nach dem Aufstehen, gabs erstmal die restliche Pizza zum Frühstück bzw. Mittagessen. Anschließend haben wir uns startklar gemacht für einen Shoppingtrip. Mit Franzi im Gepäck ging die Reise nach Gurnee los. Da ich mich wie immer auf Franzi verlies, suchte ich nicht noch einmal die Adresse heraus, da Franzi mein 2. Navi ist. Doch da wir von einer anderen Richtung kamen war mein 2. Navi etwas verwirrt und so klappte es dann aber beim 2. Anlauf ;) Sorry Franzi :** Ich vertrau dir halt :P

Als wir dann in der Mall ankamen ging das fröhliche Einkaufen auch schon los. Wir zogen vom einen zum nächsten Laden und ich habe mich jedes mal gefreut, als Patrik ein Stück mehr gefunden hatte, was er auch suchte. Als mir dann nach einigen Stunden Füße und Co weh taten und ich müde wurde, wartete ich vor einem Laden bis die Beiden sich ausgeshoppt hatten und wir uns auf den Rückweg machen konnten. Zurück zu Hause, freute ich mich einfach nur noch auf mein Bett.

 

30.12.12

Nach einem Auf und Ab der Gefühle versuchten wir am Abend erneut unser Glück und fuhren mit Franzi zum blinkenden Haus nach Wilmette. Diesmal hatten wir Glück und nicht nur Weihnachtsmusik lief auf dem zum Haus gehörenden Radiosender, selbst die unzähligen bunt leuchtenden Lichter flackerten zum Takt der Musik auf. Also saßen wir im Auto, geparkt auf der anderen Straßenseite, lauschten den Klängen des Radiosenders und bestaunten die vielen Lichterketten welche zeitversetzt aufleuchteten. Man muss wirklich schon ein großer Freak sein oder zu viele Langeweile haben um sein komplettes Haus mit bunten Weihnachtslichterketten etc zuzupflastern. Aber wir sind ja nicht um sonst in Amerika, so wurde was man des öfteren im Film sah zur Realität. Fazit: Amerikaner sind und bleiben eben verrückt

Eigentlich wollten wir anschließend noch mit Franzi in die Cheesecake doch vor Müdigkeit ersparten wir uns einige Kalorien.

 

31.12.12 New Year's Eve

Tja, so schnell konnte man gar nicht schauen und es stand schon wieder Silvester vor der Tür. Der Tag an dem jeder sämtlich Erwartungen stellt und es letztendlich doch ein Tag wie jeder andere ist. Ich finde ja, dass Silvester einfach völlig überbewertet wird und man letztendlich viel zu viel Geld für irgend eine Party ausgibt, nur weil man glaubt dass man an diesem Tag etwas ganz besonderes tun muss. Aber zur Abendplanung später.

Nachmittags fuhren wir alle zusammen nach Evanston um uns ein Basketball Spiel der Northwestern University anzusehen. Das Frauenteam spielte die Chicago State University in Grund und Boden. Da wir von Allys Familie 10 Freikarten bekamen, ersparten wir uns einige Dollar. Aufgrund der Feiertage war auch nicht sehr viel los und wir hatten eine riesige Platzauswahl. In den Pausen wurden dann immer Kids auf das Spielfeld geholt und sie konnten durch sämtliche Spiele ein T-Shirt oder Freikarten gewinnen. Außerdem liefen ein paar Mädls durch die Halle und schmissen T-Shirt in die Menge. Als unsere Tribüne aufgefordert wurde Lärm zu machen, gaben wir natürlich unser Bestes :-D Das half anscheinend, denn als ein T-Shirt in Richtung Paul und mir flog, hatten wir beide es im nächsten Moment in der Hand. Woraufhin er es mir gab, ich packte es aus und zu meinem Glück war es auch meine Größe. Also hätte es Paul sowieso nicht gepasst. Mit meinem neuen Shirt setzte ich mich dann zu Jules um etwas mit ihr über die Abendplanung zu quatschen. Dabei kam dann heraus, dass sie oben zusammen essen und wir den Keller für uns haben. Es dauerte dann nicht mehr lange und das Spiel war auch schon wieder vorüber und die Wildcats gewannen mit einem eindeutig eindeutigen Endstand.

Nach dem Spiel waren wir bei Annice eingeladen, da sie eine Art Silvesterparty schmissen. Da wir allerdings so einen Hunger hatten und Franzi nicht zurück schrieb, begaben wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen und landeten letztendlich bei Subway. Als wir gerade unsere Bestellung aufgaben, klingelte mein Handy und Franzi fragte ob wir kommen. Also aßen wir unsere Baguettes und fuhren anschließend zu Annice. Dort wurden wir wie immer herzlich empfangen und unterhielten uns nett mit sämtlichen Leuten. Annice war auch schon völlig gespannt meinen Freund kennen zu lernen, da wir uns auf der Hanukkah Party noch über ihn unterhielten. Nach ein paar Stunden und einem frühzeitigen New Year's Countdown für die Kids machten wir uns auf den Rückweg da um 8 Annika zu mir kam. Zurück zu Hause begannen sie das Kochen und wir warteten auf Annika. Es dauerte auch nicht sehr lange und es klingelte an der Tür. Allerdings war es natürlich ja mal wieder klar, dass wir doch nicht sofort in den Keller konnten da die Kids noch einen Film anschauten. Also machten wir uns es noch ein paar Minuten im Wohnzimmer gemütlich. Als der Ofen dann frei wurde, schoben wir ein paar Snacks hinein und begaben uns so langsam nach unten. Dort sahen wir uns den berühmten Ball Drop im Fernsehen an, schlugen uns den Bauch mit ein paar leckeren Snacks voll während wir "Spiel des Lebens" und "Vier gewinnt" spielten. Beim "4 gewinnt" spielen gegen Annika zeigte sich schnell, dass sich die jahrelange Übung mit meinem Opa lohnte und ich es nicht verlernt habe. Als es dann 12 Uhr wurde, setzten wir unser Papphüte auf und sahen das Navy Pier Feuerwerk im Fernsehen an. Wieder mal habe ich nach und an diesem Abend gemerkt, dass es nichts zur Sache tut wo man feiert und wie viel man dafür ausgibt, die Hauptsache ist dass man wundervolle Menschen um sich hat.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0