Do you have Buffet in Germany?

Ich beim Indoor-Skydiving
Ich beim Indoor-Skydiving

11.03.13 – Montag

Nachdem die Kids zur Schule sind, frühstückte ich in Ruhe. Anschließend hatte ich erstmal einen Haufen Wäsche zu waschen vom Wochenende. Doch das war im Vergleich zu meiner alten Familie wirklich nichts. Im Nu hatte ich sie fertig, sodass ich Zeit hatte mit Natalie und Thomas zum Spielplatz zu gehen. Dort spielten sie mit den Nachbarskindern, welche mit ihrer Babysitterin, Maillorie, dort waren. Danach ging es nach Hause für einen Snack und Natalies Schläfchen. Währenddessen spielte ich mit Thomas jede Menge Brettspiele bis dann alle anderen von der Schule kamen und Natalie aufwachte.

 

12.03.13 – Dienstag

Von Montag auf Dienstag schneite es total unerwartet und eine ganz schöne Menge, sodass mein Plan morgens Laufen zu gehen ins Wasser fiel. Stattdessen packte ich eben meine Sportsachen und machte mich auf den Weg ins Fitnessstudio. Dort verweilte ich solange bis es gerade noch schaffte in die Dusche zu hüpfen, da ich an diesem Tag die Kids von der Schule abholen sollte. Zurück zu Hause war es schon fast wieder an der Zeit Abendessen zu machen, also half ich meiner Gastmutter und wir verquatschten uns dabei. Letztendlich saßen wir bestimmt eine Stunde da und redeten über Gott und die Welt.

 

13.03.13 – Mittwoch

Ein Glück, dass hier fast täglich die Sonne scheint, da ist es nämlich halb so wild wenn es schneit. Da das schlechte Wetter „Schnee von gestern“ war, schnürte ich meine Laufschuhe und begab mich in die Natur für einen morgendlichen Run. Ich sprintete einen Block und den nächsten spazierte ich, um mich an die Höhenluft hier etwas zu gewöhnen. Man merkt, dass man sich hier fast auf 1Meile über NN befindet. Nach einer Dusche, ging es sportlich weiter. Thomas und ich kickten den Ball etwas durch die Gegend, nachdem ich es endlich schaffte Natalie zu einem Mittagsschlaf zu überreden. Als diese dann wieder wach war, spielten wir alle zusammen etwas draußen. Wir kramten Baseballschläger und Bälle heraus und versuchten damit unser Glück. Während wir draußen herumtobten, bereitete Monica das Abendessen vor. Natalie hatte keine Lust mehr auf Baseball, also ging sie rein um sich dort zu verkleiden. Thomas und ich kamen später nach und zeigte uns stolz ihr Arielle-Kostüm. Als wir dann alle am Tischen saßen, erschraken wir vor einem lauten Knall. Es dauerte etwas und die Küchenschranktür öffnete sich und sämtliche Konserven kamen geflogen. Monica musste dann feststellen, dass ihre Schränke wohl nicht mehr die stabilsten sind. Während sie die Kids dann ins Bett brachte, stellte ich meine handwerklichen Künste unter Beweis, indem ich den Schrank wieder zusammenbaute und anschließend wieder einräumte. Als ich dann fertig war, zog ich mich um und fuhr zu Starbucks, da ich mich dort mit Laura traf. Sie ist super lieb und wir verstanden uns soweit auf die erste Sekunde. Wir quatschten dann so lange bis uns die netten Starbucks-Menschen höflich darauf aufforderten, dass sie nun schließen.

14.03.13 – Donnerstag

Da ich an diesem Tag nur 3,5h arbeiten musste, konnte ich erstmal ausschlafen. Nach dem Frühstück fuhr ich dann mit Monica zum Verizon-Handyshop. Dort suchten wir einen Partnervertrag heraus, sodass ich nun endlich auch wieder ein Telefon besaß. Verwöhnt wie ich hier bin, bekam ich ein iPhone, zwar ist es das alte von meinem Gastvater aber es ist in einem super Zustand. Außerdem bi n ich nun stolzer Besitzer einer Internetflat, welche ich in Chicago nicht besaß. Als ich dann die Kids abholte machten wir von meinem Handy sofort gebraucht. Denn weder sie, noch ich wussten ob wir Philipp, einen Nachbarsjungen, mitnehmen sollten. Da das Wetter wieder einmal traumhaft war, spielte ich mit den Kids draußen bis es Essen gab. Es war sogar so warm, dass mir selbst noch in Top und Leggins warm war. Anschließend traf ich mich mit Anni, einem Aupair in der Mall. Als ich völlig orientierungslos durch die riesige Mall irrte, meinten zwei Jungs zu mir, dass sie mir noch einen schönen Tag wünschen. Doch als ich realisiert habe, dass sie das zu mir sagten, waren sie schon aus der Tür draußen. Ich drehte mich herum und sah einen von ihnen noch winken :-D So nett wie ich bin winkte ich zurück, als einer von ihnen zurück kam und fragte, was ich gesagt habe. Ja, ehm schönen Abend euch noch :-D Unfähig wie ich war, konnte ich auf ihren Versuch ein Gespräch anzufangen wohl nicht eingehen. Jedenfalls fand ich dann nach 10 minütigem durch die Gegend irren den H&M, vor welchem ich mich mit Anni traf. Wir suchten uns dann ein gemütliches Plätzchen um dort auf der Couch etwas miteinander zu quatschen.

15.03.13 – Freitag

Die Sonne strahlte uns es war richtig warm draußen, also beschlossen Maillorie und ich mit den Kids in den Zoo zu gehen. Nachdem ich dann mit Natalie und Thomas vom Turnen zurück war, packte ich Lunc h und schon kam sie mit ihren beiden Mädels. Franscisco, ein Freund von Thomas, kam auch noch mit, sodass wir dann zusammen in meinem Richtung Zoo fuhren. Gut, dass mein Auto hier so ein Schiff ist, sodass 7 Leute locker darin Platz finden. Am Zoo angekommen, war aber aufgrund des T-Shirt und kurze Hosen Wetters ganz schön was los. In Folge dessen mussten wir auch etwas weiter weg parken, wobei ich wieder meine wundervollen Parkkünste zur Schau stellen durfte. Mit 5 Kids steuerten wir dann zum Zoo, außerdem hatten wir noch eine Menge Taschen gefüllt mit Brotzeiten auf dem Rücken, welche wir bis zum Kiosk transportieren mussten. Als wir unser erstes Ziel, den Kiosk, erreichten waren alle Kids für ein paar Minuten still, da sie mit Essen zu tun hatten. Anschließend ging der Spaß erst richtig los.. denn 5 Kinder haben natürlich auch 5 verschiedene Meinungen, sodass sie in 5 verschiedenen Richtungen 5 verschiedene Tiere sehen möchten. Also wurden nach und nach alle erwünschten Tiere abgeklappert und wer wollte konnte entweder mit dem Carousel oder der Eisenbahn fahren. Als es dann halb 3 war und die Kleinsten der Kleinen müde Beine bekamen, machten wir uns auf den Rückweg. Wir schmissen Franscisco an der Schule bei seiner Mutter ab und fuhren zurück nach Hause. Gut, dass wir eine Mitgliedschaft beim Zoo haben, da man mit 5 Kids nicht all zu viel sehen konnte, aber doppelt so viel Action hatte. Ich war dann später auch froh, dass mein Arbeitstag vorbei war, da es zwar schön aber auch wirklich anstrengend war. Abends hatte ich mit Danilelle, einer Chinesin, ausgemacht dass wir uns in der Mall treffen. Dort chillten wir uns mit einem Kaffee auf die Couch und unterhielten uns über China, die Staaten etc. Als es dann kurz nach 8 war, fuhr ich sie nach Hause und traf mich noch mit Laura, Anna-Lena, Marc, Henrik und Sherin bei Starbucks. Dies sind soweit alles andere Au Pairs außer Marc, der hier ein Auslandspraktikum absolviert. Dort quatschten wir ein wenig, bis wir mal wieder herausgeworfen wurden. Dann verlegten wir unser Treffen in eine Bar, welche sich genau gegenüber befand. Dort verweilten wir dann noch bis kurz vor 12, bis sich dann jeder auf seinen Heimweg begab.

16.03.13 – Samstag

An diesem Tag fand das Clustermeeting statt: Indoor Skydiving

Zuvor hatte ich den Vormittag noch frei und nutzte diese Zeit um etwas Sport im Fitnessstudio zu machen. Zurück zu Hause reichte es dann für eine ausgiebige Dusche und einen Snack, bis ich mich auf den Weg machte. Dank Google-Maps auf meinem Handy fand ich auch zum Clustermeeting, welches circa 20 Minuten weg war. Dort traf ich dann ein paar andere Mädels, welche ganz nett waren. Unteranderem Julia, die nicht all zu weit von mir weg wohnt. Jedenfalls musste dann jeder, der an dem Skydiving teilnehmen wollte, einen Zettel ausfüllen und dann ging es auch schon los. Ausgestattet mit einem speziellen Anzug, einer Brille und Ohropax bat uns das Personal Platz zu nehmen und einen Film anzusehen. In diesem wurden sämtliche Symbole etc gezeigt und wie man sich dabei verhalten soll. Ich dachte mir, dass es ja nicht all zu schlimm werden kann, zudem ich schon richtiges Fallschirmspringen überlebt habe J Deshalb war mir auch von vornerein bewusst, dass es nicht ganz so gut werden kann. Dann ging es nach der Reihe los… ich dachte eigentlich, dass ich am Ende stehe aber mh, der Typ sah das wohl anders und bat mich als erste in diesen Kanal. Also folgte ich sämtlichen Anweisung und lies mich in diesen Oval-förmigen Schacht fallen aus dessen Boden Gegenwind aus riesigen Turbinen strömte. Ich muss sagen, dass es schon echt witzig war, aber keinesfalls mit richtigem Fallschirmspringen vergleichbar.

Am Abend erholte ich mich dann von meinem neuen Abenteuer und chillte zu Hause.

 

17.03.13

Da ich mit auf den 70. Geburtstag des Großvaters, Opa Rudi, eingeladen war, ging es früh los. Er feierte seinen Geburtstag mit der ganzen Familie in einem Country-Club in den Bergen. Da Buffet auf dem Programm stand, fragte mich mein Gastvater am Morgen, ob wir nicht eine Runde Joggen gehen wollen. Dazu sagte ich natürlich nicht nein, da ich ebenso wusste, dass ich mich beim Buffet später sicher nicht beherrschen kann und viel zu viel essen werde. Also fuhren wir zusammen zum Washington-Park und liefen eine Runde herum. Danach mussten wir uns sputen, da wir schließlich nicht verschwitzt dort auflaufen konnten. Also musste das Duschen schnell gehen und schon saßen wir im Auto auf dem Weg in die Berge. Nach einer halben Stunde kamen wir dann dort an und ich wurde der kompletten Familie vorgestellt. Anfangs kümmerte Marc sich um mich und versuchte unser Gespräch immer aufrecht zu halten. Er ging mit mir zum Buffet und teilweise kam es so rüber, als wäre er mit mir verheiratet und nicht mit Monica. Diese saß nämlich am ganz anderen Tisch. Nach dem Essen gingen wir dann raus auf den Balkon und von dort aus hatte man eine wundervolle Aussicht auf die Berge. Ich konnte dann von dort aus Rehe und Wildschweine beobachten. Nach meinem Wildlife-Watching spielte ich dann drinnen Reise nach Jerusalem und wechselte alle 20 Minuten meinen Sitzplatz. Der Grund dafür war, dass die ganze deutsche Verwandtschaft, welche in die USA eingewandert ist, ihr Deutsch auffrischen wollte. Also wurde ich von einem Senior zum Nächsten geschickt und hörte viele Geschichten. Auch ich musste viele Geschichten erzählen, da sie natürlich wahnsinnig neugierig waren wie nun alles in Deutschland so ist. Um 14.30 Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg. Zu Hause angekommen, war ich so müde vom Essen und ständigen Deutsch-Englisch-Reden, dass ich mich hinlegte. Ich schlief dann für ein paar Stunden, doch dies bereute ich am Abend. Denn ich konnte deshalb später nicht einschlafen und war bis in die Nacht noch wach.

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