"Wer schaut denn mit uns Sterne an, wenn du nicht mehr da bist?"

Jule, Ferdi und ich mit Chicago Skyline im Hintergrund
Jule, Ferdi und ich mit Chicago Skyline im Hintergrund

25.02.13

Ferdi und Jule schliefen an diesem Tag zu aller erst ein mal aus, wenn man das so nennen kann. Jedenfalls nächtigten sie in meinem Bett und Zimmer während ich in den Keller umzog. Als sie aufgestanden sind, waren weder Jules, noch Paul zu Hause sodass wir in Ruhe frühstücken konnten. Nach dem Frühstück entschlossen wir uns dazu, im neuen Haus sämtliche Vorbereitungen zu treffen, damit die Beiden dort schlafen konnten, sobald die Oma von England kam. Aufgrund dessen, dass Jules ihren Job verlor, kam Oma Betty nämlich eine Woche eher als geplant. Woraufhin Ferdi und Jule in das neue Haus zum "campen" umquartiert wurden. Das Wort "campen" fiel häufig in dieser Zeit, da Jules versuchte es schön zu reden. Denn es macht ja so viel Spaß in einem leeren, wildfremden Haus zu schlafen. Nun ja, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Also fuhren wir zum "neuen" Haus mit einem Kofferraum voller Putzarsenal. Dort angekommen öffneten wir erfolgreich das HausTOR, welches das Garagentor war, durch welche man ins Haus gelangte. Uns kam ein Geruch nach Altenheim entgegen, welchen wir mit Febreeze beseitigten. Ferdi zückte den Staubsauger, Jule begann in der Küche das Waschbecken zu putzen und ich wollte mich an den Kühlschrank machen. Als ich ihn öffnete, sah es noch machbar aus, da ich ja beim Umzug nach Chicago schon einen widerlichen Kühlschrank geschrubbt habe. Doch als ich dann nach und nach einzelne Fächer herausgenommen habe, wurde es immer ekliger bis ich dann kopfschüttelnd und total angewidert den Kampf gegen den Kühlschrank aufgab. Ich packte alle Fächer zurück und wir beschlossen den Kühlschrank einfach geschlossen zu halten und sämtliche Lebensmittel im Eingang zu kühlen. Nach circa 1,5h Stunden hatten wir das nötigste sauber gemacht und fuhren zurück um duschen zu gehen.  Am Nachmittag spielten wir dann etwas FIFA mit den Kids, wobei Alex leider feststellen musste, dass er gegen Ferdi keine Chance hatte. Da Paul am nächsten Tag Geburtstag hatte, veranstalteten wir eine kleine Bastelstunde in welcher jeder eine Karte für ihn bastelte. Ferdi und Alex bastelten einen Origami-Schwan, nachdem ich zuvor kläglich an der Tulpe scheiterte. Am Abend kochte Jules Hühnchen mit Kartoffeln und  Salat. Wir saßen alle am Tisch und unterhielten uns noch etwas bis dann jeder wieder in sein Schlafgemach verschwand.

 

26.02.13

Da Ferdi und Jule beschlossen die erste Woche in Chicago ruhig anzugehen und anfangs etwas zu chillen, fanden wir uns wieder sobald sie wach waren zum Frühstück zusammen. Um die beiden dann mal mit der Umgebung vertraut zu machen, fuhren wir nach dem Frühstück am "Kevin allein zu Haus"-Haus vorbei. Anschließend machten wir einen Abstecher zur Mall nach Skokie um etwas bummeln zu gehen.

Da ich die Kids dann aber wieder von der Schule abholen musste, konnten wir nicht all zu lange bleiben.

Paul und Jules waren abends Essen, da Paul Geburtstag hatte. Wir machten zusammen einen Salat  und (s)aßen dann mit den Kids zusammen am Tisch. Nach dem Essen spielten wir dann noch zusammen ein Spiel bei dem jeder einen Stift und ein Blatt Papier bekommt, eine Minute Zeit hat eine Geschichte auf diesem Blatt anzufangen und diese dann an den rechten Nachbarn weiterreichen muss. Dieser hat dann eine Minute Zeit um die Geschicht fort zu führen. Dies geht dann eben so lange bis man ein mal durch ist und dann liest jeder "seine" Geschichte vor. Als wir dann dabei waren die Geschichten vor zu lesen, kam Franzi hinzu. Wir spielten unser Spiel fertig und dann war es für die Kids Zeit fürs Bett. Als sie dann schliefen, setzten wir uns zusammen ins Wohnzimmer und spielten zu 3. Wizard bis Paul und Jules dann zurück kamen.

 

27.02.13

Da ich wusste, dass ich ja sowieso bald von Chicago weg sein werde, bin ich auch nicht mehr ins College gegangen. Stattdessen musste ich dort einen Antrag ausfüllen, damit ich nicht noch ein mal ins College gehen muss. Also packte ich Ferdi und Jule ein, schmiss sie bei Tj Maxx raus und fuhr weiter zum College. Als ich dort alles erledigt hatte, sackte ich die zwei wieder ein und wir fuhren zurück nach Winnetka, da Paul das Bett aus meinem Zimmer in das andere Haus bringen wollte, weil ja Oma Betty bald kam. Also wurde meine ehemaliges Bett dann auseinander gebaut, mit Sitzsack, Lampe und Co ins Auto geladen, zum "neuen" Haus gebracht und dort wieder aufgebaut. Als dies dann alles geschafft war, fuhren wir zu iHop frühstücken. Dort schlichteten wir uns mit Pancakes, Omelette und vielen weiteren Leckerein zu. Ich glaube wir haben unseren kompletten Tagesbedarf an Kalorien dort bereits ausgeschöpft. Jule und ich bestellten einen Kakao, welcher zu 90% aus Zucker bestand und fast ungenießbar war. Kugelrund und völlig zugestopft gingen wir anschließend noch zu Michaels und Target um einige Erledigungen zu tätigen oder es anders auszudrücken: um sämtliche Dinge einzukaufen.

Der Nachmittag war Alltag wie immer, da ich arbeiten musste. Abends beschlossen wir eine der Brotbackmischungen zu testen. Als dann Franzi kam, packten wir es in den Ofen und setzten uns vor den Fernseher um einen Film zu schauen. Nach ein paar Minuten klingelte der Timer und gespannt gingen wir alle nach oben. Wir holten es aus dem Ofen und bis auf dass es am Waxpapier festklebte, war es einfach perfekt geworden. Es war sogar so gut geworden, dass wir das dreiviertel Brot auf ein mal aßen. Als Nachspeiße teilte Ferdi sein Ben&Jerrys Frozen Joghurt mit mir und Jule genoß ihren Becher Eis.

 

28.02.13

Franzi, Annice, Olie und ich wollten bevor ich nach Denver abhaue noch zusammen frühstücken gehen. Also verabredeten wir uns bei Walker Bros zum Schlemmern. Da wir zuvor noch Zeit hatten, stoppten Ferdi, Jule und ich bei Best Buy um dort deren Tablets zu begutachten - leider aber nicht all zu erfolgreich. Beim gemeinsamen Frühstück hatten wir alle eine Menge Spaß. Annice und Olie erzählten uns von ihrer Clown-Phobie oder machten uns Angst vor Hotelbetten und Plastikflaschen. Nach diesen 2h die wir dort verbrachten, taten mir meine Backen vor lauter Lachen nur noch weh. Danach fuhren wir noch zu Walmart um Tablets anzusehen, allerdings auch ohne jeglichen Erfolg. Dafür waren wir beim Stoffkauf für Jules Mum um einiges erfolgreicher. Da wir dort fast nicht mehr wegkamen, mussten wir uns danach um so mehr beeilen da ich Alex von der Schule abholen musste. Mit biegen und brechen schaffte ich es wirklich pünktlich auf den Gong ihn abzuholen. Ferdi und Jule fuhren dann noch mit nach Hause und liefen dann von dort aus zum anderen Haus, da später Jules, Paul und Oma Betty kamen. Ich war an diesem Abend so müde, dass ich sogar ohne Abendessen ins Bett gegangen bin.

 

01.03.13

 Ferdi und Jule hatten für diesen Abend Konzertkarten für „the Gaslight Anthem“, was sich gut traf da ich abends sowieso arbeiten musste. Paul und Jules beschlossen ein paar Tage vorher den Kids zu sagen, dass Jules ihren Job verlor und ich nicht mehr lange bei ihnen sein werde. Die Kids waren so traurig, beide meinten zu mir: „Vicky, du darfst nicht gehen! Wir werden dich so vermissen! Wann gehen wir denn dann Sterne anschauen und auf dem Trampolin campen?“ Mh, leider konnte ich darauf auch nicht viel antworten, da all dies Dinge waren, welche ich ihnen für den Sommer versprach. Da es draußen zu kalt zum campen war, verlegten wir es eben in den Keller. Bevor Paul, Jules und Grandma ausgingen, stoppte Paul die Zeit in welcher wir das Zelt aufbauten. Da ich ja mittlerweile genügend Zelte mit aufgebaut habe, stand das Zelt innerhalb von 6 Minuten – was Paul ziemlich erstaunte. Die 3 sind dann los und wir haben zusammen gegessen und als Nachspeise gab es ein großes Eis made by Vicky. Selbst das Abendessen gestalteten wir wie ein Picknick im Keller. Als die ganze Ess-Zeremonie vorüber war, spielten wir ein wenig Wii und schauten danach Pocahontas. Während des Films kamen dann Mum, Dad & Grandma wieder. Jules kam in den Keller um nachzusehen, was wir denn so treiben. Sie stand neben uns und die Kids beachteten sie kaum bis sie dann etwas von sich gab. Alex antwortete: „Mum, kannst du bitte wieder gehen, du störst hier!“ Ich musste echt etwas schmunzeln als er das zu ihr sagte und ihr Gesicht dazu war einfach göttlich. Nach dem Film war es dann Zeit zu schlafen. Wir machten es in unserem Zelt gemütlich und selbst Knuckles, die Katze, hatte seinen eigenen Schlafplatz im Zelt. Meine Kids waren nach 20 Minuten bereits im Tiefschlaf, sodass Alex sich ständig hin- und herrollte und Bexi lautstark schnarchte. Deshalb beschloss ich um kurz vor 12 mich in mein Bett zu schleichen, damit ich wenigstens etwas schlaf abbekomme.

 

02.03.13

Wenn man in die Staaten kommt, muss man ja auch shoppen gehen. Deshalb machten Jule, Ferdi, Franzi und ich uns auf den Weg in die Outlet Mall nach Kenosha. Von Sportklamotten, über Schmuck, Schuhe und einer Kamera war alles bei unseren Einkäufen dabei. Als wir dann durch die Mall durch waren, hatten wir aber immer noch nicht genug. Also stoppten wir auf dem Rückweg in Gurnee und verbrachten in dieser Mall noch einmal ein paar Stunden. Als es dann dunkel draußen wurde, fuhren wir wieder zurück nach Winnetka. Wir lieferten Ferdi und Jule am Haus auf Pine Tree ab und fuhren bei mir vorbei um ein paar Schlafsachen zu holen. Denn Franzi hatte mal wieder die Ehre ihr Bett mit mir zu teilen. Wir quatschten kurz mit allen zu Hause und begaben uns dann zu Franzi. Dort kochten wir uns etwas Reis zu Abend. Da ich aber so Hunger hatte, verspeiste ich vor dem Reis erstmal 2 Stücke von Franzis selbstgebackenem Brot. Als der Reis dann fertig war, hatte ich schon fast keinen Hunger mehr. Doch man möchte ja nie etwas übrig lassen, woraufhin ich dann viel zu viel in mich reinstopfte. Natürlich tat mir mein Magen dann weh, aber Franzi hat ja alles… auch ein Körnerkissen J so waren meine Bauchschmerzen halb so wild.

 

03.03.13

Am nächsten Morgen schliefen wir aus, was wir später allerdings etwas bereuten. Jedenfalls machte Frenchi Frenchtoast zum Frühstück J YUMMY! Völlig vollgestopft holten wir Bruderherz und Jule ab, um mit ihnen nach Chicago zu fahren. Wir hatten uns nämlich vorgenommen zusammen ins Shedd-Aquarium zu gehen. Als wir dort ankamen, bereuten Franzi und ich allerdings, dass wir so spät aufstanden denn die Schlange war einfach ellenlang. Nach einer guten Stunde stehen und warten, einer neuen runtergeschmissenen Kamera (dank meines Talents) und einem dummen Vogel, welcher meinte sein Geschäft direkt über mir zu verrichten, waren wir endlich im Aquarium. Dort bestaunten wir von Affen, über Delphinen und Fischen, sämtliche weitere Tiere. Wir verbrachten dort so lange unsere Zeit, bis sie uns herauswarfen da sie es zuschließen wollten. Anschließend wollten wir noch eine richtige Chicago-Pizza genießen, sodass wir zu Pizzeria „Due“ gingen. Dort mussten wir zwar ein paar Minuten auf einen Platz und unsere Pizza warten, doch dies hat sich echt gelohnt. Jeder genoss sein Stück in vollen Zügen und ließen den letzten Tag der Woche gemütlich ausklingen.

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