Cancun - Sommer, Sonne, Erkältung und Meer

Natalie, Thomas, Oma Jean, ich, Monica und Opa Rudi
Natalie, Thomas, Oma Jean, ich, Monica und Opa Rudi

29.03.2013

Mein Tag begann um 9 Uhr morgens, als ich aufstand und mich mit meiner Familie an den Frühstückstisch gesellte. Es gab Waffeln und Cereal zum Frühstück. Anschließend machte sich jeder fertig, da Thomas und Natalie Turnen hatten. Sophia und Catherine hatten diesen Tag frei, da Springbreak begann und Karfreitag war. Deshalb beschlossen sie ihren beiden kleineren Geschwistern beim Turnen zuzusehen. Also saßen wir dort alle zusammen für eine Stunde und jeder beschäftigte sich auf eine andere Weise. Sophia schaute zu, Catherine spielte auf ihrem Nuc und ich begann auf meinem iPhone zu notieren, was ich die Woche so erlebt hatte. Als wir die Stunde dann herumgebracht hatten, fuhren wir zurück nach Hause. Dort hüpften alle aus dem Auto, als ein "Hi" vom gegenüberliegenden Spielplatz erschallte. Die Nachbarskinder tobten sich dort aus, woraufhin meine Kids mich fragten, ob wir nicht auch gehen könnten. Also schnell sämtliches Zeug im Haus abgeladen und ab auf den Spielplatz, auf welchem wir 1,5h verbrachten. Denn es war Mittagszeit, sodass ich den Kids etwas zu Essen machte und für die beiden Kleinen war es Zeit für einen Mittagsschlaf, damit sie relativ fit für den Flug nach Mexico am Abend waren. Sie schliefen dann auch ein paar Stunden in denen ich Salat und Wäsche machte bzw Monica mit den Mädels in die Kirche ging. Am Abend plante ich eigentlich mich mit dem australischen Au Pair zu treffen. Doch da ich ziemlich müde war, wollte ich meinen Abend eher ruhiger angehen lassen. Also beschloss ich zu Hause zu bleiben, gemütlich zu duschen und mein restliches Zeug in Ruhe zu packen. Marc brachte zwei große Pizzen von der Arbeit nach Hause, welche unser Abendessen waren. Als jeder einen gefüllten Magen hatte, fragten mich Sophia und Catherine ob ich mit ihnen Monopoly spielen möchte. Woraufhin wir die Zeit bis zum Aufbruch zum Flughafen damit verbrachten Monopoly zu spielen. Da Catherine mal wieder nur Blödsinn im Kopf hatte, gelang es Sophia und mir sie um einige male zu bescheißen. Um dreiviertel 9 war es dann Zeit aufzubrechen. Wir packten alle Koffer und Taschen ins Auto und Marc fuhr uns zum Flughafen. Wie in allen Filmen ertönte jede Minute die Frage: "Sind wir bald da?"..  Als wir dann endlich "da" waren leerten wir das Auto wieder und verabschiedeten uns von Marc. Da dieser nämlich momentan dank Tax-Saison auf Hochtouren arbeitet, konnte er leider nicht mit in den Urlaub fliegen. Das ist auch schon seltsam wir fliegen zu seinen Eltern in die Ferienwohnung und er ist nicht mal dabei. Jedenfalls war die erste Hürde soweit geschafft, die zweite Hürde war allerdings nicht ganz so leicht zu überwinden. Denn aufgrund dessen, dass ich aus Deutschland komme, aber ein Jahr in den Staaten wohne, hatte das Personal am Check-In Anlaufschwierigkeiten. Nach 15 minütigem Warten am Schalter hatte ich dann auch endlich meinen Boarding-Pass und es konnte weiter gehen. Nächster Halt: Security - check! So abwarten und Wasser trinken war dann angesagt. Glücklicherweise konnten wir frühzeitig in den Flieger, sodass wir ebenso früher losflogen. Um 12.15Uhr (nachts) hob das Flugzeug ab. Völlig übermüdet saßen wir alle im Flieger, doch die Kids waren natürlich so aufgeregt, dass sie keine Sekunde schlafen konnten. Außer Catherine, welche einfach immer und überall von jetzt auf gleich einschlafen kann. Sophia und ich amüsierten uns dann über Kinderprogramme welche man ansehen konnte und knabberten Erdnüsse. Monica hatte auf ihrer Seite links und rechts Natalie und Thomas sitzen, welche nachts um 1 das Malen anfangen wollten und nicht eine Sekunde ans Schlafen dachten.

 

30.03.13

3Uhr morgens: eine hundemüde Familie landet in Cancun am Flughafen

Erfolgreich passierten wir die Immigrationskontrolle und ich wurde um einen Stempel in meinem Reisepass reicher, als wir an einer endlos scheinenden Schlange angelangten. Nach 20 Minuten Beine in den Bauch stehen, stellten wir fest, dass das eigentlich völlig Sinn frei war. Denn das Einzige was die breitschultrige Mexikanerin dort wollte, war den ausgefüllten Zettel aus dem Flugzeug und eine Person jeder Familie durfte "DEN" Knopf drücken. Ich weiß bis heute nicht was dieser Knopf auf sich hat, aber er scheint wichtig zu sein auch wenn er eher lächerlich erschien. Die Dame schien sich jedenfalls äußerst mächtig zu fühlen als sie immer sagte: "Paper please... you MAY push the button now:" :-D

Anyway, endlich aus dem Flughafen draußen konnte man schon das Meer riechen. Es strömten sämtliche Mexikaner Taxifahrer auf uns zu und einer davon war sogar erfolgreich, da er uns abholen sollte. Wir kletterten in den Kleinbus und dieser raste innerhalb von 15 Minuten zum Resort. Auf unserer Fahrt konnten wir zwar nur Palmen und andere Resorts entdecken, doch selbst das führte zu Erstaunen. Am "Royal Resorts" dem Ort der Ferienwohnung angekommen, brachten die Burschen am Empfang unser Gepäck zu unserem Zimmer während wir eincheckten. Anschließend bewegten auch wir uns morgens um halb 6 zu unserem neuen zu Hause auf Zeit. Dort angekommen erwarteten uns schon Oma, Opa und Marcs Schwester und deren Familie. Sie standen alle extra eher auf um uns zu empfangen und Platz zu machen. Völlig fertig setzte ich mich auf den Balkon und genoss den Ausblick auf den Ozean. Denn wir kamen pünktlich zum Sonnenaufgang, welcher wirklich wundervoll war. Die Kids konnten es gar nicht erwarten ihre Badesachen anzuziehen und schwimmen zu gehen. Doch Oma Jean machte erst einmal Pancakes zum Frühstück. Anschließend begaben sich alle an den Strand, außer Opa Rudi und mir. Ich fühlte mich so fertig und merkte, dass mir die Klimaanlage im Flieger etc gar nicht gut tat. Also legte ich mich ein wenig hin bis ich dem Rest in der Sonne Gesellschaft leistete. Etwas ausgeruht und im Bikini begab ich mich ebenfalls nach unten. Dort traf ich alle anderen an und ich spielte mit den Kids im Meer. Ich hatte lange nicht mehr solche Wellen gesehen, so wahnsinnig hoch aber zum Wellenspringen gerade perfekt. Wenn ich nicht im Meer war, lag ich in der Sonne und las mein Buch welches ich mir in der Bibliothek ausgeliehen hatte. Es fühlte sich richtig gut an einfach dort zu liegen und zu lesen. Ich hätte es wohl selbst kaum erwartet, dass mir Lesen so Spaß machen kann. Nach einigen Stunden am Strand begab sich die komplette Meute wieder zurück in die Wohnung. Die Kids genossen es wahnsinnig mit ihren Cousins und Cousinen zu spielen, auch wenn es nur für ein paar Stunden war, da diese sich dann auf ihren Heimweg machten. Zu Mittag gab es Sandwiches für alle und die Kids aßen Mac&Cheese. Dann machte sich die "Master"Familie auf den Weg zum Flughafen, woraufhin wir uns alle zurück an den Beach begaben. Dort machte ich es mir auf einer Liege gemütlich und war im Nu eingeschlafen. Erst als Monica vom Pool wiederkam wachte ich auf. Da man merkte, dass die Kinder langsam unausstehlich wurden, begaben wir uns wieder zurück in die Wohnung. Dort gab es dann Taccos zum Abendessen. Da Catherine, Thomas und Natalie schon zuvor einschliefen, saßen wir nur noch zu 5. am Tisch. Als wir dann das Chaos beseitigten, begab sich auch der Rest um 7 ins Bett. Ich klappte mein Bett aus der Wand und versuchte es mir gemütlich zu machen, doch ich fühlte mich ganz und gar nicht gut. Mit Hals- und Gliederschmerzen hustete ich mich in den Schlaf.

 

31.03.13

Um 7.15Uhr drehte ich mich herum und sah Thomas, als er mich aus seinem Bett aus anstarrte. Ich drehte mich wieder um und schlief noch ein Weilchen bis Catherine ins Zimmer stapfte. Sie setzte sich neben mein Bett und wir quatschten ein wenig. So nach und nach wachte dann jeder auf und die Kids frühstückten etwas Cereal, während ich mich mit einer Birne zu frieden gab. Da wir nämlich nach der Kirche zum Buffet gingen, wollte ich mir dort den Bauch voll schlagen. Ich zog mir mein weißes Kleid an und wir verließen die Wohnung um den Bus zur Kirche zu nehmen. Im Bus angekommen, bekamen wir Gott sei Dank einen Sitzplatz, da ich auf dem Weg zur Haltestelle merkte wie sehr mir meine Glieder weh taten. Der Bus raste dann zur Kirche und dort waren wir nicht die Einzigen, welche an Ostern einen Gottesdienst erleben wollten. Der Bus schmiss uns an der Kirche raus, wir überquerten die lebensgefährliche Straße und schon waren wir an der Kirche angekommen. Im "Vorgarten" stand eine farbenfrohe Marienstatue und geldgierige Mexikaner versuchten nebenan Frühstücksquesadillas loszuwerden. Wir begaben uns in die Kirche deren Seiten offen waren, sodass der Wind durchbrausen konnte. Vorne über dem Altar hing eine circa 5 Meter große Jesusstatue und rechts davon befand sich ein ebenso enormes Kreuz. Wir setzten uns in die erste Reihe, da alle anderen gestopft voll waren und schon ging der Gottesdienst los. Ein mexikanischer Bischoff hielt diesen Gottesdienst, weshalb ich mich anfangs wirklich konzentrieren musste um ihn zu verstehen. Doch nach ein paar Minuten war auch das kein Problem mehr. Das einzige Problem was ich im englischen Gottesdienst habe, ist all die Phrasen und Gebete auf Englisch zu sagen. Nach dem Gottesdienst verließen wir die Kirche und stützten uns in ein neues Busabenteuer. Diesmal allerdings war der Bus so gestopft voll, dass wir alle stehen mussten. Meinem Kreislauf gefiel das gar nicht und ich musste mich bemühen nicht umzufallen, da es mir wirklich mies ging. Ich war wahnsinnig froh als sich der Bus etwas leerte und ich mich dann hinsetzen konnte. Zurück am Resort angekommen, gingen wir direkt in ein Restaurant zum Brunchen. Zurück auf dem Zimmer, beschloss ich meine Reiseapotheke anzubrechen damit ich wenigstens etwas von unserem „Urlaub“ habe. Die kleinen Kids begaben sich währenddessen auf Ostereiersuche, da Catherine und Sophia zuvor bunte Plastikeier mit Süßigkeiten füllten und versteckten. Im Anschluss machte sich jeder bereit für Strand, Meer und Sonne… denn dies war unser nächstes Ziel. Ich cremte mich also ein, was ich schon seit klein auf wahnsinnig verabscheue –Sonnencreme-, packte mein Buch und chillte mich an den Strand. Nach ein paar Stunden fragte Sophia, ob wir nicht einen Volleyball ausleihen wollen. Gesagt, getan. Wir liehen uns einen Volleyball und spielten etwas am Meer. Es dauerte allerdings nicht sehr lange und ich komplett außer Puste und fertig, da ich einfach nicht viel Kraft hatte. Also begab ich mich zurück in den Schatten und schmökerte weiterhin in meinem Buch. Am späten Nachmittag kehrten wir dann in die Wohnung zurück um das Abendessen vorzubereiten. Da vom Vorabend aber eine Menge Hackfleisch übrig blieb, gab es gar nicht sehr viel vorzubereiten, denn es gab einfach noch einmal Taccos. Nach dem Abendessen steckten wir die beiden Kleinen ins Bett bevor Oma, Monica, die zwei Mädels und ich an den Strand spazieren gingen.

 

01.04.13

April April! Die Zeit vergeht wie im Nu und der nächste Monat war gekommen. So recht realisieren kann ich vieles nicht. Aber ich muss sagen, ich denke oft daran wie es wird wenn ich dann wieder nach Hause komme und darauf freue ich mich schon! Jedenfalls habe ich diese Nacht auf der Couch verbracht, da diese bequemer ist als diese Schrankbetten, welche man hoch und runter klappen kann. Meine Nacht war dann um 7Uhr morgens vorbei als die beiden Kleinen aufwachten und Radau veranstalteten. Kurz darauf stand auch Catherine im Zimmer und wir unterhielten uns ein wenig. Da Monica, Oma, Natalie und Thomas eine Runde spazieren gingen, begannen Sophia und Catherine schon einmal mit dem ersten Frühstück: Cornflakes. Da mir bewusst war, dass es nachher wenn alle zurück sind ein richtiges Frühstück gibt, snackte ich eine Birne. Kurz darauf war die Meute auch schon wieder komplett und es gab Rührei zum Frühstück. Vor dem Essen quetschte mich Rudi über Deutschland aus bis das Rührei auf dem Tisch stand. Während Monica dann noch mit den Großeltern quatschte, räumte ich die Küche auf und machte die Kids Strand und Sonnen bereit. Alle zusammen brachten wir unser Zeug zu den Liegen an Strand, dann teilten wir uns auf: Monica und Natalie gingen an den Paul, Sophia blieb im Schatten liegen und ich begleitete Catherine und Thomas ans Meer. Dort setzte ich mich auf einen Campingstuhl und sah ihnen beim Spielen im Wasser zu. Als es dann doch ziemlich heiß wurde, kühlte ich mich etwas im Meer ab. Catherine und ich standen im Wasser, als eine Dame neben uns plötzlich: „AHHHH SHARK!“ schrie. Ich sah im gleichen Moment ins Wasser und konnte nur 4 riesige Schatten erkennen, welche um uns schwammen. Catherine fing panisch das Rennen an und drehte sich am Ufer zu mir um. Lachend rief ich mit meiner heißeren Stimme, dass dies nur Fische waren. Im Nachhinein meinte ich zu ihr, dass wenn es im Ernstfall Haie gewesen wären, sie ihr ins Bein hätten beißen können, da sie so panisch reagierte. Lachend erzählte sie kurz darauf Sophia was uns passierte. Wir begaben uns zurück zu unseren Strandliegen und ich verpasste den Kids eine neue Schicht Sonnencreme. Dann kam auch schon Oma mit zwei Plastiktüten voller Sandwiches, Obst und Gemüse.. es war Zeit für einen Mittagssnack. Jeder genoss seine Mahlzeit und es war für eine kurze Zeit still geworden. Monica bat mich dann die beiden Kleinen nach oben ins Zimmer zu bringen für einen Mittagsschlaf. Dies war mir ziemlich recht, da ich so auch etwas Ruhe hatte und ich auch ein wenig aus der Sonne sein wollte. Ich weckte die Kleinen nach 2h auf und cremte sie ein, als Monica auch schon kam und uns abholen wollte. Die Kids wollten nämlich Tonfiguren anmalen, weshalb wir dann nach unten gingen und ein paar Figuren raussuchten. Während ich mit ihnen am Tisch saß, holte Monica an der Bar ein paar Getränke. Da ich immer mit helfen sollte, sahen meine Hände am Ende schlimmer aus, als die der Kids. Nach einem kurzen Stopp im Pool gingen wir dann alle zurück nach oben, da es Abendessen gab.

 

02.04.13

Diese Nacht war wohl die schlimmste Nacht, die ich seit Jahren hatte. Ich wachte mindestens alle halbe Stunde auf, da ich entweder fror oder mir meine Glieder und Ohren so weh taten, dass ich mich nicht einen Millimeter bewegen traute. Als Catherine mich dann am nächsten Morgen ansah als ich aufwachte fragte ich sie verstört auf Deutsch. „Wo ist der Rest?“… sie antwortete mir: „What did you say?“ … eh ja, in diesem Moment realisierte ich, dass ich nicht in Deutschland bin und ja mit einer amerikanischen Familie lebe. Gut zu wissen ja :-D Jedenfalls begab sich Catherine mit dem „Rest“ Tennisspielen, da ich aber bewegungsunfähig und völlig durch den Wind war, blieb ich in der Ferienwohnung. Als alle dann wiederkamen, hatte ich es wenigstens soweit geschafft, dass ich mein Bett machte. Wir aßen zusammen Cereal und Oatmeal zum Frühstück. Anschließend fragte mich Monica, ob ich nicht versuchen möchte noch etwas zu schlafen. Dies versuchte ich zwar, scheiterte aber kläglich. Stattdessen las ich noch ein wenig bis ich mich dann auch auf den Weg zum Strand machte. Jedes mal Eincremen, war eine höllische Qual, doch als ich es mal soweit schaffte und mit Sonnenschutz eingedeckt war, tat es richtig gut in der Sonne zu liegen. Wir lagen dann alle am Pool oder Strand. Meine Aufgabe war es dann jeweils immer aufzupassen, dass die Kids in Frieden spielen oder nicht im Wasser untergehen. Mein Versuch Volleyball zu spielen, scheiterte leider aufgrund mangelnder Kräfte. Mittags begaben sich Oma und Sophia dann nach oben um ein paar Sandwichen für Lunch vorzubereiten. Mit ein paar Tüten voller Leckereien kamen die Beiden zurück und wir saßen alle zusammen unter unserem Sonnenschirm mit allerlei Obst, Gemüse und Sandwiches. Für mich machten sie ein Veggie-Sandwich, worüber ich mich sehr freute, da ich hier in Mexico immer eine Extrawurst bin. Monica beugt sich hier nämlich den Fuchteln ihres Schwiegervaters, einem echten deutschen Pfundskerl, welcher Fleisch über alles liebt und von früh bis Abend essen kann. Nach dem Essen. War eine zweite Runde Pool angesagt bis wir um 4Uhr nachmittags alle ins Zimmer zurück sind. Denn Opa, Oma und Monica wollten zusammen Essen gehen. Also hatte ich die Kids am Abend. Nachdem alle duschten und ich Natalie badete, diskutierten wir welche Pizzen wir bestellen sollten. Als alle einig waren, riefen wir in der Pizza im Resort an und Thomas bestellte zwei Pizzen. Während keines der Mädels ihm zutraute, Pizza zu bestellen, hatte ich volles Vertrauen in meinen Buddy… Siehe da eine halbe Stunde später brachte der mexikanische die richtigen Pizzen. Nach dem Essen machte ich mich mit der Meute aufs Dach und wir schauten uns den Sonnenuntergang an. Anschließend spielten wir ein wenig Volleyball am Strand, bzw die Kids .. ich saß nur dort und schaute ihnen zu, da ich nicht wirklich fit war. Zurück im Zimmer spielten wir ein wenig Karten und warteten bis die „Erwachsenen“ wiederkamen. Wir spielten „Trash“, eine Spiel welches mir die beiden Mädels lernten. Als sie dann zurück waren, legte ich mich ins Bett, las noch zwei Seiten in meinem Buch und knickte dann sofort weg.

 

03.04.13

Wie an all den anderen Tagen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg an Pool und Strand. Ich sollte auf die beiden Kleinen am Pool aufpassen, da Monica schwimmen gehen wollte. Als ich dann mit ihnen am Pool lag mit Gliederschmerzen ohne Ende, einer laufenden Nase und Husten kam hinzu, dass ich zwei Kids hatte die ständig nach ihrer Mutter fragten. Natalie kamen die Tränen und sie sagte alle 10 Sekunden: „Aber ich will Mama sehen.“ Super, ich konnte sagen was ich wollte und tun was ich wollte.. nichts half. Stattdessen fühlte ich mich das erste Mal völlig fehl am Platz. Am liebsten hätte ich meine Koffer gepackt und wäre nach Hause geflogen. Mir ist es bewusst, dass Mama immer an erster Stelle steht, aber ich konnte einfach gar nichts tun und ich war ihnen einfach nicht recht. Dies kam in dieser Woche des Öfteren vor und ich machte mir eine Menge Gedanken darüber. Ist es bei jedem so oder liegt es an mir? Die großen Mädels im Gegensatz hatten immer Spaß mit mir. Je öfter ich das dann erleben durfte, desto öfter dachte ich an zu Hause. Wie alles wohl werden wird, wenn ich wieder nach Hause komme. Jedenfalls lief dieser Tag dann ab wie all die anderen. Nach ein paar Stunden Strand und Pool gab es Abendessen. Anschließend räumte ich ab und begab mich dann in mein ausklappbares Bett und Catherine schlief im anderen neben mir. Wir quatschten vor dem Schlafengehen oft noch ein paar Minuten. Sie fragte mich Dinge über meine Familie und bat mich ihr Bilder zu zeigen. Als wir dann sämtliche Bilder ansahen, kamen Erinnerungen und Vorfreude hoch. Vorfreude all meine Lieben zu Hause bald wieder zu haben. Langsam merke ich doch, dass ein Jahr lange genug ist und ich mich echt freue wieder nach Hause zu kommen. Es ist eben etwas anderes in einer Familie zu leben in der man wirklich ein Teil der Familie ist und nicht in einer Familie, in der man eigentlich nur angestellt ist. Alles in allem meine Lieben, freue ich mich jetzt schon sehr auf euch alle!

 

04.04.13

Yes, der erste Tag an dem ich mich wirklich besser fühlte. Weshalb ich dann vormittags nach dem Frühstück mit den Mädels Volleyball spielte und auch mit den Kids im Pool spielte. Die Großeltern kamen später dann auch hinzu und entweder Oma Jean oder ich hatten dann immer 4 oder 5 Kinder an den Schultern hängen. Zur Happy-Hour bestellte Opa Rudi dann Drinks für jeden und ich genoss einen Pina Colada. Im Anschluss setzte ich mich mit Sophia und Catherine auf die Mauer um dem gerade stattfinden Volleyball-Spiel zu folgen. Da ich schon länger keine Sonnencreme mehr aufgetragen hatte, merkte ich wie meine Arme so langsam rot und heiß wurden. Nun ja, dachte ich mir, es ist ja sowieso nicht mehr all zu lange bis wir wieder zurückfliegen. Zum Abendessen gab es dann mal wieder eine andere Art von Taccos, nämlich Fajitas. Nach dem Abendessen machte ich mich mit Sophia auf den Weg zur Mall um Postkarten und Co zu besorgen. Wir schlichen uns aus der Wohnung, da sonst wieder jeder hätte mitgehen wollen. In der Mall bummelten wir dann ein wenig durch die Gegend bis uns plötzlich Opa Rudi über den Weg lief. Da dauerte es auch nicht lange und Monica kam hinzu. Rudi meinte dann zu uns, ob wir nicht ein Eis wollen, da der Häagen Dasz Shop mitten in der Mall war. Wir lehnten dankend ab, doch diese Entscheidung wollte er nicht annehmen. Er „schleppte“ uns regelrecht zur Theke, an der man so viele Eissorten wie möglich probieren konnte, was wir dann auch taten. Nach einem totalen Geschmacksabenteuer wusste dann jeder, dass er trotzdem ein Eis wollte. Wir bestellten jeder 3 kleine Kugeln und sie brachten die Becher dann zu unserem Tisch. Dort saßen wir und genossen das köstliche Eis. Als sich unsere Becher dem Ende zuneigten, brachte die Bedienung auch schon die Rechnung. Ich wusste zwar, dass dieses Eis nicht gerade billig wird, aber so ein wahnsinnig teures Eis habe ich noch nie zuvor gegessen. $50 für 4 Personen, das war ein Preis. Aber Opa Rudi wollte unbedingt, dass jeder ein Eis isst.. so habe ich mein Eis dann noch mehr genossen. Nach unserem Luxus-Eis machten wir uns auf den Weg zurück in die Ferienwohnung und gingen schlafen.

 

05.04.13

Der letzte volle Tag in Cancun war angebrochen. Nach dem Pancake, Cornflakes Frühstück machte ich wie jeden Tag die Kids Strandbereit. Da Monica die Koffer der Kids packte, ging ich mit Natalie und Thomas runter zum Pool. Es war ziemlich windig und kalt, deswegen wäre es mir lieber gewesen, wenn ich nicht in den Pool hätte springen müssen. Doch da ich ja nicht will, dass einer der Beiden untergeht, musste ich wohl mit in den Pool. Wir waren circa eine dreiviertel Stunde im Pool bis es dann zu Regnen begann. Monica und Oma Jean kamen dann auch schon mit einem Stapel Handtüchern und wir gingen zurück nach oben. Dort spielte ich mit allen Kids dann Karten bis wir beschlossen ein letztes Mal in die Mall zu gehen. Sophia, Catherine, Oma und ich spazierten rüber in die Mall und kauften die letzten Kleinigkeiten. Als wir zurück waren, hielten die Kleinen gerade einen Mittagsschlaf. Wir aßen dann Reste zum Mittagessen, das ist auch etwas worauf ich mich freue, wenn wir zurück in Denver sind: gesundes Essen. Dieses ständige Nudel und Tacco Essen lies mich total mies fühlen und dann kein Sport, da ich mich einfach nicht fit genug fühlte. Am Nachmittag sahen wir dann etwas beim Volleyballspielen zu und die Kids genossen ihren letzten Aufenthalt im Pool und Meer. Als ich am Strand entlang spazierte, gingen mir sämtliche Erinnerungen aus vergangen Urlauben am Meer durch den Kopf. Die beiden Mädels verbrachten dann sicher noch 2 Stunden im Pool, sodass ich am Poolrand saß und meine Füße ins lauwarme Wasser hielt. Als sie dann die einzigen Leute im Pool waren, rief Oma vom Balkon herunter, dass das Essen fertig sei. Wir liefen nach oben und saßen zusammen auf dem Balkon und aßen Hamburger bzw dessen Salatbeilagen. Nach dem Abendessen ging Monica dann mit den beiden großen Mädels noch einmal zur Mall und ich spielte mit den Kleinen und Oma Karten bis ich sie ins Bett brachte.

06.04.13

Dieser Start in den Tag war früh.. sehr früh. Um 4Uhr kam Opa Rudi in unser Zimmer und weckte uns. „Aufstehen! Ihr müsst bald gehen!“, sagte er mit einem leicht genervten Unterton. Ich stand auf und zog mich im Halbschlaf an, dann stapfte ich ins Bad und putzte meine Zähne. Während alle durch die Gegend wuselten fühlte ich mich wie in meiner eigenen Welt. Ich packte meinen Schlafanzug in meinen Koffer und dann machten wir uns auf den Weg zu unserem Taxi. Auf unserem Weg zum Flughafen waren alle traurig, dass wir wieder zurück fliegen. Es war zwar eine ganz schöne Zeit, aber mir hat es definitiv gereicht. Es ist eben doch nicht wie ein richtiger Urlaub für mich. Nach circa 20 Minuten und 20 Speed-Bumps, waren wir am Flughafen angekommen. Wir huschten aus dem Taxi und huschten genau so schnell durch die Security-Kontrollen und co. An unserem Gate saßen wir dann und packten unsere selbstgeschmierten Bagel aus. Im Flugzeug wollte dann Natalie mal wieder nur zu Mama, da ich anscheinend nicht gut genug war :-D also hieß es für Natalie und Catherine Plätze tauschen.. das war mir auch Recht. Ich habe es dann seit Ewigkeiten geschafft, mal wieder ein Buch zu lesen und das in einer Woche. Ich bin ja so stolz auf mich! Die restliche Zeit verbrachte ich mit Blog-Schreiben und Musik hören. Als wir dann gelandet waren, haben die Kids mal wieder so lange rumgemotzt, bis Monica beschlossen hat mit dem Aussteigen bis zum Schluss zu warten. Also ließen wir alle anderen Menschen vor und stiegen als letztes aus, wir gingen durch die Einwanderungskontrolle etc und dann wartete auch schon Marc auf uns. Er holte uns vom Flughafen ab. Auf dem Rückweg hörte ich die ganze Zeit Musik und versank in meinen Gedanken bis wir zu Hause ankamen. Da ging es für mich dann nach einer Dusche gleich mit arbeiten weiter, da Sophia zu einer Präsentation musste. Ich brachte die kleinen Kids dann zu einem Mittagsschlaf ins Bett, schrieb meine Postkarten fertig und räumte meinen Koffer leer.

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