"Does the world know my name?"

Natalie und Thomas auf dem Spielplatz
Natalie und Thomas auf dem Spielplatz

- Aufgrund eines Mangels an Erzählstoff, beginnt meine 2. Mai Woche erst am Dienstag -

 

Dienstag, 07.05.13

Und wieder scheiterte ein Versuch bis 8 zu schlafen. Um kurz nach 7 war meine Nacht vorbei und mein 9,5h Tag begann. Da ich Thomas später erst von seiner Musikstunde abholen musste, hatte ich sogar bis 11 noch Freizeit. Meine Faulheit siegte an diesem Tag aber und er wurde somit zum "Gym-freien-Tag" ernannt. Stattdessen spazierte ich mit Laura um halb 10 zu Starbucks. Denn ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Ja schön wärs ne?.. Wenn da nicht noch fast 10h Arbeit vor dir liegen. Na gut, zurück zu Hause startete ich dann zu Thomas und holte ihn ab, machte ihm zu Hause Lunch und brachte ihn anschließend in die Schule. Als ich wieder zurück war, waren dann auch Monica und Natalie wieder daheim. Da sie Natalie ins Bett brachte, hatte ich kurz Zeit etwas zu essen. Danach stand mal wieder KOCHEN auf dem Programm, während Monica laufen ging. Ich sollte dann ein Chili und eine rote Beete Suppe kochen. Die rote Beete Suppe ist ja wirklich lecker geworden, aber das Chili entzog einem alle Geschmacksnerven weg. Als ich nach ihrem Rezept kochte, dachte ich mir schon, dass das nicht gerade lecker werden kann und meine Befürchtung bestätigte sich ein wenig später auch. Ich konnte Tomatensoße hinzufügen und Squash, aber alles war ineffektiv. Die Schärfe blieb und wollte einfach nicht vergehen. Sobald man den  Topfdeckel nur herunternahm und der Dunst mit dem Gesicht in Berührung kam, hatte man Tränen in den Augen. Naja, nach Rezept kochen ist eben doch nicht immer ideal. Am Nachmittag half ich den Kids dann bei den Hausaufgaben und laß Natalie ein wenig vor. Doch zuvor brüllte sie sicherlich eine Stunde am Stück, da sie mal wieder nicht das bekam, was sie wollte. Alles in allem schrie und weinte sie bestimmt 3h an diesem Tag. Gut, dass sie das immer bei Mama tat und ich fein raus war. Während ich Sophia dann Bio abfragte, kochte ich nebenbei das Chicken für ihr Abendessen.

Nach dem Abendessen wollte ich mich ja eigentlich noch zum Sport zwingen, doch da Marc, Laura und Theresia in eine Bar wollten, fügte ich mich dem Gruppenzwang. Außerdem kann es ja sein, dass Theresia bald weg ist, da sie im Rematch ist. Als sie uns erzählte, dass ihre Gastmutter total ausgeflippt ist, als sie mit ihr reden wollte, bewieß sich mal wieder, dass die amerikanischen Frauen einfach einen an der Klatsche haben. Das war die Erkenntnis des Abends.

 

08.05.13

Nach meinem Cereal-Frühstück, packte ich Monicas hergerichteten Lunch für die Kids in meinen Rucksack und machte mich fürs Museum startklar. Dabei entdeckte ich die "Story-time"  Broschüre der Bibliothek, auf der stand, dass mittwochs "Read a book and do crafts"-Stunde ist, sodass ich meine Kids fragte, ob sie lieber dort hinmöchten. Schnell wurde der Museumsplan umgeschmissen und wir begaben uns zur Bibliothek. Dort wurde den Kindern dann ein Buch vorgelesen und im Anschluss bastelten und bemalten wir einen Schmetterling, passend zum Buch. Anschließend suchten wir noch ein paar Bücher für Zuhause aus und begaben uns auf den Rückweg. Nach dem Lunch war es dann für beide Kids Zeit für ein Mittagsschläfchen, sodass ich für ein Stündchen mal meine Ruhe hatte, bzw Wäsche und co erledigen konnte. Als Monica dann mit den anderen beiden Mädels wiederkam, packte sie Thomas ein und fuhr mit ihm auf einen Kindergeburtstag. Da er etwas weiter entfernt war, blieb sie dort und ich hatte die Mädels. Bevor wir alle zusammen Catherine zum Volleyballtraining fuhren, machte ich mit ihnen Hausaufgaben und fragte Sophia in Religion und Bio ab. Als ich Frage stellte, -was ein Mensch braucht, um Energie zu haben-, brüllte Natalie herein: „Ich weiß, ich weiß Sport!“. Sophia sah mich nur an und wir mussten beide so das Lachen anfangen, da sie das einfach mit voller Überzeugung sagte. Jedenfalls fuhren wir dann Catherine zu ihrem Training. Auf dem Weg dorthin hörten wir „Hall of Fame“ und jeder sang lautstark mit. An einer Stelle in dem Lied wird gesungen: „And the world’s gonna now your name!“. Woraufhin Natalie als das Lied aus war fragte: „Vicky, does the world know my name?!“ mit all ihren Antworten und Aussagen versüßte sie mir definitiv meinen Tag. Auch wenn sie teilweise wirklich anstrengender als die anderen 3 zusammen sein kann, gibt es auch Tage an denen sie mir gute Laune bereitet. Zurück Zuhause bereitete ich dann das Abendessen vor, naja gut ich kochte Nudeln und wärmte die Soße auf :D denn kurz darauf kam auch schon der Rest der Familie nach Hause. Monica machte sich sofort wieder auf den Weg und holte Catherine ab. Währenddessen aß ich mein Abendessen, damit ich dann nach Feierabend etwas „Energie sammeln“ gehen konnte :-D. Als alle am Esstisch saßen und ihr Abendessen aßen, verließ ich das Haus. Ich war gerade dabei aus der Tür zu gehen, als Thomas mit offenen Armen zu mir rannte und mich umarmte. Mit einem Lächeln im Gesicht drückte ich ihn fest und wünschte ihm einen schönen Abend. Doch loslassen wollte er nicht, als plötzlich auch Natalie ankam und mich umarmte. So kniete ich dann auf dem Boden mit allen beiden im Arm und einem dicken Grinsen im Gesicht. Sie wünschten mir dann noch 10 mal einen schönen Abend und ein gutes Workout. Glücklich und zufrieden zog ich die Haustüre hinter mir zu und begab mich ins Gym. Als ich mit meinem Auto in das Parkhaus fahren wollte, wollte der Magnetstreifen meiner Gym-Karte mal wieder nicht. Als plötzlich ein Student "2766*" rief. Grinsend bedankte ich mich und er antwortete mit einem "You're welcome, I like your mini van!" Eh ja, alles klar :-D so ein Kompliment habe ich auch nocht nicht bekommen. Bis heute weiß ich nicht, ob er es wirklich ersnt meinte, da ich ganz anderer Meinung bin. Jedenfalls verbrachte ich im Gym den Rest meines gelungenen (Arbeits-)tages verbrachte.

 

09.05.13

Nach meinem Frühstück packte ich mein Buch, welches ich mir in der Bücherei ausgeliehen habe und machte mich auf den Weg ins Gym. Da ich um 10 nämlich schon wieder zurück sein musste um zu arbeiten, hatte ich nicht all zu viel Zeit. Nach ein wenig Bewegung und guter Musik begab ich mich dann wehmütig wieder nach Hause. Dort spielte sich dann auch mein kompletter Arbeitstag ab, da das Wetter nicht recht wusste, was es wollte. Von Regen über Sonne, Hagel und Gewitter war an diesem Tag alles dabei. Deshalb beschäftigte ich mich mit den Kids im Haus. Mit Thomas baute ich ein neues Labyrinth für seine Murmeln während sich Natalie mal wieder am Klavier vergnügte, indem sie auf die Tasten haute und durch die Gegend schrie. So spielte ich 10h lang mit den Kids, kochte und machte Wäsche bis ich abends dann fix und fertig in mein Bett fiel. 10h Arbeitstage schlauchen schon richtig, vorallem wenn man 3 nacheinander hat.

 

10.05.13

Und ein weiterer endlos scheinender Tag begann und das um 8Uhr. Also frühstückte ich und dann ging es auch schon los mit Kinderentertainen. Wir lasen Bücher, spielten Spiele, bastelten und so weiter. Monica ging dann um 9 mit Natalie zum Arzt, da sie Ohrenschmerzen hatte. Thomas und ich machten uns dann ein wenig später auf den Weg zum Turnen, wo wir sie dann wiedertrafen. Monica machte sich ein wenig später wieder aus dem Staub, sodass ich die beiden Monster für mich hatte. Zurück zu Hause, gab es Lunch und danach ging es mit Fahrrad und Co zum Spielplatz. Nach unserem Kurztrip war es für meine müden Krieger Zeit fürs Bettchen, sodass ich mich Wäsche, Essen etc widmen konnte. Da Thomas nach ein paar Minuten schon wieder herunterkam, beschlossen wir ein Labyrinth zu bauen, für welches man die Anleitungen im Internet findet. Als Monica dann zurückkam, setzte ich mich ein wenig mit an den Tisch und ein wenig später war ich dann endlich fertig mit Arbeit für diese Woche – CHECK! Ich packte also meine Sportklamotten und begab mich in mein geliebtes 2.Zuhause, das Gym. Dort verbrachte ich ein Stündchen bis ich mich nach meiner Dusche zu Laura begab. Wir chillten dann mehr oder weniger bei ihr herum und ich leistete ihr beim Packen Gesellschaft, da sie und ein paar andere Mädels nämlich über das Wochenende zu Mount Rushmore fuhren. Das war mein äußerst „spektakulärer“ Freitag.

 

11.05.13

Morgenstund hat Gold im Mund – also ab zum Sport! Danach holte mich Rianna ab, da wir Clustermeeting hatten. Eigentlich war dieses in einer Teefabrik in Boulder, da sie mir aber nicht glauben wollte, dass wir falsch fahren und ständig auch noch Baustellen auf unserem Weg waren, kamen wir natürlich viel zu spät. Es lohnte sich dann gar nicht mehr hineinzugehen, sodass wir kurz mal durch die Innenstadt bummelten bevor wir uns wieder auf den Rückweg begaben. Im Endeeffekt verbrachten wir dann wohl mehr Zeit im Auto, als wir in Boulder waren. Das war jedoch nicht so cool, da Rianne irgendwie etwas seltsam ist und jeder Versuch ein Gespräch aufzubauen, scheiterte. Aber egal, ist ja nun vorbei. Als ich dann wieder zurück war holte mich Marc ab und wir gingen zusammen zu Starbucks für ein Stündchen. Ansonsten verbrachte ich diesen Abend noch in der Mall, damit ich nicht zu Hause eingehe. Mein Fazit dieses Tages war allerdings, dass ich mich nur noch mit Menschen umgebe, mit denen ich wirklich Spaß habe!

 

12.05.13

Happy Mother’s day!

Zusammen mit meinem HD, wie er sich selbst gerne nennt, bereitete ich am Sonntag Frühstück für Monica, seine Eltern, Tante und Onkel vor. Da ich mal wieder nicht „nein“ sagen konnte, als er mich fragte, ob ich einen Obstsalat machen könnte, musste ich dementsprechend früher aufstehen. Als dann alle von der Kirche heimkamen, ging der Zirkus (wie er es nannte) dann auch los. Marc und ich kochten „Eggs Benedict“ und servierten unseren Kuchen und meinen Obstsalat. Wir schafften es glücklicherweise jeden satt zu bekommen und hatten beim Kochen auch noch Spaß zusammen. Allerdings hatte ich nach diesem „Familienvormittag“ dann auch genug von allen und packte meine Tasche. Zuerst begab ich mich zum Wash-Park um dort mit ein paar anderen Au Pairs Volleyball zu spielen. Ich dachte ja eigentlich, ich bin nicht gerade das Ass was Volleyball angeht. Aber als wir dann das „Spielen“ anfingen, dauerte es erstmal ein paar Minuten bis der Ball überhaupt übers Netz gebracht wurde. Trotzdem muss ich sagen, dass es witzig war und wir zumindest eine Menge zu lachen hatten. Ich lernte dann auch eine Menge andere Au Pairs kennen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Da das Wetter einfach super schön war verweilte ich dort bis halb 6. Anschließend kam meine gepackte Tasche zum Einsatz und ich begab mich ins Gym. Da ich aber ziemlich müde war, hielt ich mich dort gar nicht so lange auf. Zurück zu Hause quatschte ich dann noch mit Marc über die nächsten 3 Tage, da er und Monica nach Arizona fliegen. Das heißt für mich dann ab Montag: 4 Kinder für mich und eine Oma, auf die ich abends noch aufpassen muss :-D

Nein Spaß, die Oma kommt abends und schläft hier, damit ich wenigstens am Abend etwas Freizeit habe.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0