wenn die Zeit verfliegt und Vicky bald den Papa sieht

Papa, Opa Rudi und die Cocktails
Papa, Opa Rudi und die Cocktails

13.05.13

Auf geht’s, ab geht’s 3 Tage Arbeit!

Da ich Angst hatte zu verschlafen, wachte ich bereits um 5 auf und hörte wie Monica und Marc das Haus verließen. Ich wachte dann in der darauffolgenden Stunde noch 3 mal auf bis ich mich aufraffte und in die Küche begab. Dort standen schon Catherine und Sophia, welche Rührei vorbereiteten, ein wenig später kam auch Natalie hinzu. Ich übernahm das Frühstück machen, während die Mädels den Tisch deckten. Es war richtig angenehm mit den Kids alleine zu sein und es herrschte weder Chaos noch Hektik. Nachdem die Mädels dann abgeholt wurden, las ich mich Nati ein Buch bis Thomas aufwachte. Also nochmal frühstücken, bzw für mich Kaffee trinken. Im Anschluss ging es dann zum Kindergarten. Dort war nämlich der letzte Tag, sodass die „Mütter“ – bzw „Ersatzmütter“ die ganze Zeit dort bleiben sollten. Die Kids aßen draußen Lunch und danach ging es für Thomas weiter zur Schule. Natalie packte ich wieder ein und wir fuhren zurück nach Hause, wo sie dann ein paar Stunden napte. In dieser Zeit machte ich eine Stunde lang in der Sonne Wäsche, bereitete das Abendessen und Snacks vor und räumte ein wenig auf. Als die Kids dann von der Schule kamen, machte ich mit ihnen Hausaufgaben. Da klingelte es auch schon und Oma stand vor der Tür. Anscheinend konnte sie es gar nicht erwarten, da sie eine Stunde zu früh war. Sie spielte dann mit den Kleinen, während ich das Abendessen machte. Typisch amerikanisch kam sie dann mit sämtlichen Fertigpackungen an – von Reis über Muffinbackmischungen – welche sie machen wollte. Deswegen durfte ich zum Abendessen auch keinen braunen Reis kochen, da sie ihren Tütenreis machen wollte. Nun gut, wir aßen dann zu Abend und ich erledigte im Anschluss den Abwasch. Dann musste ich aber doch einmal raus nach so einem langen Tag. Also holte ich Laura ab und wir fuhren auf einen Kaffee zu Starbucks. Dort tauschten wir die neusten News aus und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Abends. Danach spazierte sie nach Hause zurück und ich begab mich in mein 2. Zuhause.

 

14.05.13

Dieser Tag war mehr als nur ein Arbeitstag, er kam mir vor wie eine ganze Woche! Doch 13h Arbeit hatten auch einen Vorteil: man schläft nachts wie ein Stein

Da sowohl Thomas, als auch Natalie Schule an diesem Tag hatten, verging die Zeit wenigstens. Jedenfalls sollte mir Oma Jean ja etwas helfen und zur Seite stehen, Doch das einzige was sie tat, war Chaos anrichten. Sie verstopfte das Klo, hinterließ eine Sauerei in der Küche und machte aus jeder Kleinigkeit ein Drama. Letztendlcih wäre es mir wohl liebr gewesen, wenn sie nicht gekommen wäre. Vielleicht bin ich es auch einfach gewöhnt eine kompetentere Oma zu haben. Jedenfalls herrschte an diesem Tag mal wieder Traumwetter, sodass Thomas und ich frühs ein paar Runden um den Block drehten. Dann brachte ich ihn zu seiner Musikstunde, packte Zuhause Lunch, skypte kurz und machte mich dann wieder auf den Weg. um Thomas und Natalie abzuholen. Wir setzten Thomas in der Schule ab und fuhren zurück nach Hause. Dort hielt Natalie dann einen Mittagsschlaf und ich erledigte sämtliche Hausarbeiten. Später kamen dann die Mädels von der Schule und ich half ihnen bei ihren Hausaufgaben. Ansonsten war ich eigentlich ziemlich froh,, dass alles gut lief und die Kleinen sich einigermaßen benahmen. Abends steckte ich sie dann in die Wanne und danach gab es Abendessen. Im Anschluss war es dann auch schon fast Zeit fürs Bett, zumindest für Thomas und Natalie. Die beiden großen Mädels waren natürlich noch fit wie ein Turnschuh, sodass wir noch eine Weile "Jenge" spielten. Danach freute ich mich glaube ich mehr auf mein Bett, als sie auf ihres. Ich war so wahnsinnig müde, sodass ich um 9 einschlief.

 

15.05.13

Mein Tag hätte eigentlich um 9 beginnen sollen, laut meinem Stundenplan. Doch Oma Jean machte sie schon vor 8 aus dem Staub, sodass ich nicht mal mein Frühstück in Ruhe genießen konnte. Da ich es diesmal nicht einsah, die Kinder noch eher zu bespaßen, ließ ich sie das aller erste Mal bei mir einen Film schauen. So konnte ich dann wenigstens noch einen Kaffee in Ruhe genießen, bis die große Action losging. Da Natalie über Nacht ins Bett machte, musste das Bett erstmal gewaschen und neu bezogen werden. Danach fuhr ich mit den zwei Kleinen in die Bibliothek um ein paar neue Bücher auszuleihen. Außerdem gingen wir zur Bastelstunde dort. Danach fuhr ich mit zwei müden Kindern zurück und wir aßen Lunch im Vorgarten. Mit einer Decke und unseren Leckereien machten wir uns es in der Sonne gemütlich. Im Anschluss war es Zeit für ein kleines Schläfchen, damit ich in Ruhe Wäsche und Co erledigen konnte. Schnell machte ich noch Popcorn, damit Sophia und Catherine einen Snack bekommen und nicht verhungern müssen, da im Kühlschrank tote Hose herrschte. Die Kids aßen schnell etwas und dann mussten wir auch schon los zum ersten Schwimmtraining in diesem Jahr. Mit Thomas und Catherine machte ich mich auf den Weg, als es auf halber Strecke total das Gewittern begann. Dort angekommen, war es auch nicht besser, sodass ihr Training letztendlich abgesagt wurde. Also gut, dann fuhren wir eben wieder heim. Dann gab es eben schon eher Abendessen. Natürlich musste Oma wieder Tiefkühlessen mitbringen, was Catherine natürlich mehr als recht war. Ganz stolz sagte sie dann: "Ich wusste doch, dass Catherine mein Essen mag." Ehhh.. ja, dein "Essen", als wenn sie super aufkochen würde. Nun ja, egal. Nach dem Essen verzog ich mich dann wieder ins Gym und genoss ein wenig Abstand.

 

16.05.13

Da ich die letzten Tage wie blöd gearbeitet habe, musste ich an diesem Tag nur von halb 4 bis halb 8 arbeiten. Also nutzte ich den Tag sinnvoll und spazierte erst mit Laura zu Starbucks. Im Anschluss begab ich mich ins Gym und verbrachte dort ein paar Stündchen bis ich wieder nach Hause spazierte. Als ich gerade dabei war mir mein Mittagessen zu machen, meinte Monica zu mir, dass nachher Thomas Graduation-Feier ist und wenn ich möchte, kann ich mitkommen. Wann? ... in 10 Minuten gehen wir. Ja, super ;D Schnell stopfte ich mir mein Essen rein und begab mich ungeduscht in meinem Sportoutfit zur Schule. Dort bekam ich schon ein paar seltsame Blicke zugeworfen, aber das war mir auch egal. Schließlich zählt ja, dass ich dort war. Dafür bedankte sich Thomas später auch und freute sich total, dass ich kam. Im Anschluss düste ich schnell nach Hause um zu duschen bevor die Kids von der Schule kommen. Dann bereitete ich noch schnell einen Snack vor und da kamen sie auch schon. Allerdings blieb uns nicht sehr viel Zeit, da das Schwimmtraining auf diesen Nachmittag verschoben wurde. Ich kam dann mit Sophia nach und fuhr sie später wieder nach Hause. Dort räumte ich die Spühlmaschine leer und aß mit Sophia zu Abend und ZACK - war mein Arbeitstag auch wieder  vorbei. Ein wenig später holte mich Laura dann ab und wir gönnten uns zur Feier des Tages ein frozen Yoghurt mit allerlei Schokoladensoße und Co. Bei warmen 20 Grad saßen wir dann noch bis halb 10 draußen und quatschten über dies und das. Als wir dann darauf zu sprechen kamen, dass mein Dad am Tag drauf kommt, konnte und kann ich es einfach noch gar nicht fassen. Es fühlt sich noch so weit weg an, weil man sich so daran gewöhnt hat, dass alle so weit weg sind. Jetzt entfernt uns nur noch ein paar Stunden, mal sehen wie lange ich dann brauche um zu realisieren, dass ich nicht träume.

 

17.05.13

Kaum zu glauben, aber ein weiterer besonderer Tag war gekommen, schneller als ich dachte. Da Papa erst abends um 11 ankam, musste ich den restlichen Tag noch herumbringen. Das war allerdings kein großes Problem. Nach dem Frühstück begab ich mich natürlich wie mittlerweile üblich ins Fitnessstudio. Allerdings war nicht wirklich mein Tag und ich war schnell erschöpft. Deshalb hielt ich mich nicht all zu lange dort auf. Nach meiner Dusche lief ich bei strahlendem Sonnenschein nach Hause. Auf dem Weg stoppte ich dann noch bei Starbucks, um mir einen Kaffee zu gönnen. In aller Ruhe setzte ich mich dann auf eine Steinmauer, trank meinen Kaffee und skypte mit Mama. Anschließend lief ich gar nach Hause und machte mir dort ein kleines Mittagessen. Danach ging mein fast-freier Tag dann weiter: Ich fuhr in die Bibliothek, um mir ein paar Bücher für meine bevorstehenden 2 Urlaubswochen auszuleihen. Auf dem Rückweg kaufte ich noch zwei Pizzateige für das Abendessen. Schon blieb mir nicht mehr all zu viel Zeit, da ich von 5 bis 10Uhr abends arbeiten sollte. Sophia verließ zusammen mit Monica und Marc das Haus, da sie bei einer Freundin übernachtete, sodass ich nur noch 3 Kids hatte. Zusammen mit Catherine badete ich die zwei Kleinen und wir hatten jede Menge Spaß zusammen. Dann machte ich die zwei Pizzen und deckte den Tisch während die Kids zusammen im Wohnzimmer spielten. Beim Abendessen machten die Kids mal wieder allerlei Blödsinn, sodass die böse Vicky mal wieder mit dem "Dessert-Verzicht" drohen musste. Natalie nahm das sehr ernst und meinte zu Thomas: "Okay, ich will jetzt so ernst wie Catherine und Vicky sein!"  - das klappte auch nur mit sämtlichen zugedrückten Augen.

Nach dem Abendessen war es dann auch schon Zeit fürs Bett, zumindest für die zwei Kleinen. Als sie dann im Bett waren, meinte Catherine zu mir:

"Vicky, darf ich dich was fragen?" ..

 "Na klar!", meinte ich... -

 "Darf ich dir eine Pediküre geben?!" -

 vollkommen verblüfft sah ich sie an und meinte nur: "Ehm,  wie kommst du denn darauf?" 

"Naja, ich hab einfach Lust deine Füße zu masieren", war ihre Antwort.

Damit sie ihrem Verlangen nachgehen konnte, sagte ich gnädigerweise natürlich "JA" :-D, sodass ich kurz später auf einen Stuhl gesetzt wurde, meine Füße in warmes Spühlmittel-Wasser tauchte und Catherine mir die Füße massierte. Es war so ein seltsames Gefühl von "seinem" Kind die Füße massiert zu bekommen, aber auf der anderen Seite tat es richtig gut und wir genossen es beide. Wir quatschten über ihre Schule, meine Brüder und vieles mehr. Es ist immer schön, wenn ich für ein paar Stunden nur eines der Kinder habe, da ich mich so voll und ganz auf sie konzentrieren kann und wir uns näher kommen.

Als wir dann ein wenig miteinander quatschten, hörten wir Thomas weinen und brüllen, woraufhin wir sofort nach oben gingen. Völlig verschwitzt saß er weinend in seinem Bett, doch verraten was los war, wollte er uns nicht. Es brauchte 3 Anläufe bis er dann wieder einschlief ohne nach 5 Minuten wieder das Schreien anzufangen. Bis heute wissen wir nicht was der eigentliche Grund für seine Aussetzer war. Jedenfalls spielte ich dann mit Catherine noch ein Spiel bis es kurz nach 9 war und ich sie ins Bett schickte. Ich machte mich dann langsam startklar, damit ich pünktlich am Flughafen ankomme. Um dreiviertel 10 klingelte es dann an der Tür und Marisa, ein Nachbarsmädchen kam vorbei, um so lange die Stellung zu halten bis Monica und Marc wiederkamen. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand zog ich die Tür hinter mir zu und fuhr zum Flughafen. Dort angekommen, hieß es dann nur noch warten und Augen offen halten. Jedes mal als sich das Gate öffnete und hunderte Menschen herausströmten, war meine Aufgabe unter dieser Menge meinen Papa zu entdecken. Nach 15 Minuten war ich dann auch erfolgreich und ich hatte ihn gesichtet, aber er mich nicht. Deshalb legte ich einen Zahn zu und fiel ihm von hinten um den Hals. Völlig überfordert und überrascht wusste er gar nicht, wie es ihm geschieht. Doch als er realisierte, dass wirklich ich neben ihm stehe, gab es erstmal eine dicke Umarmung. So richtig konnte ich es selbst noch nicht fassen, dass die Zeit schon wieder so schnell verging. Als wir dann am Auto ankamen, wurde meine Familienkutsche erstmal bestaunt, bevor wir zurückfuhren. Dort angekommen, schlichen wir uns ins Haus, da schon alle schliefen. Nach einem kurzen Plausch verzog ich mich dann ins Wohnzimmer auf meine zu kleine Matratze, während Papa in meinem Bett nächtigte.

 

18.05.13

Nach meiner ersten Nacht auf einer Matratze im Wohnzimmer, begann mein erster Urlaubstag ausnahmsweise nicht mit Kindergeschrei. Sie gaben sich an diesem Morgen nämlich besonders viel Mühe leise zu sein, damit sie Papa nicht aufwecken, welcher aber auch in den USA schon in aller Herrgottsfrüh auf den Beinen war. Als ich dann ins Zimmer lugte, saß er auf dem Sessel mit einem Buch in der Hand. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit der ganzen Familie, wollte Papa nicht die USA erkunden. Nein.. stattdessen konnte er seine Finger nicht von Pflänzchen und Gartenarbeit lassen. Er stand Marc beim Gartentorbauen mit Rat und Tat zur Seite. Eigentlich planten wir shoppen zu fahren, doch als Papa realisierte, dass Marc nicht ganz so viel Ahnung von dem hat was er tut, wurde das Einkaufen schnell hintenangestellt. Zwischenzeitlich wusste ich dann nichts mit mir anzufangen, da ich weder Kindersitten noch Kochen musste, sodass ich letztendlich mit den Kids spielte und Fliegen mit ihnen einfing. Während die beiden Väter zusammen zum nächsten Baumarkt (Homedepot) fuhren um Zement zu kaufen, half ich Monica dabei den neuen Gartenzaun zu streichen. Als Papa und Marc dann zurückkamen, legte auch Papa beim Streichen seine Hand an und wir leisteten tatkräftig Unterstützung. Nachmittags um 3 war es dann aber dann doch mal wieder gut und wir machten uns auf dem Weg zur Outletmall in Castle Rock. Dort erstanden wir als allererstes einen Schlafsack für unsere Reise bzw meinen Reisemonat. Wir bummelten dann ein paar Stündchen von Laden zu Laden und trafen dann sogar Anna-Lena und Theresia, welche nach einem weniger erfolgreichen Besuch des „Garden of the Gods“ Frustshoppen gingen. Als alle Läden dann zuschlossen, machten auch wir uns wieder auf den Rückweg nach Denver.

 

19.05.13

Nicht nur meine Gastfamilie hatte an diesem Tag eine Menge geplant, auch wir hatten große Pläne und einen langen Tag vor uns. Sie hatten sogar so viel Stress, dass nicht mal Zeit war Marcs Geburtstag zu feiern. Nach unserem Frühstück fuhren wir erst zu Target, um dort ein paar Snacks für unseren Road Trip zu besorgen. Anschließend stand "Mietwagen abholen" auf unserem Terminplan, also ging es weiter nach Downtown Denver. Da das überwiegend aus Einbahnstraßen besteht, war die Fahrt nicht ganz so angenehm, v.a. als ich dann eine Straße zu spät abbog. Da war nichts mit "einmal um den Block" fahren. Aber trotz kleiner Komplikationen, was Fahren eines Automatic-Wagens angeht, haben wir es dann geschafft das blitze, blanke, weiße Mietauto heil von Downtown heim zu bringen. Danach hatten wir auch nur kurz Zeit uns umzuziehen, da wir mit der kompletten Familie nämlich in die Kirche gingen. Dort konnte Papa sich dann sein eigenes Bild machen, wie es im amerikanischen katholischen Gottesdienst so abläuft. Nachdem wir dann über eine Stunde in der Kirche saßen, war die Messe dann doch irgendwann mal wieder vorbei. Im Anschluss folgten wir dann Marc zum Haus seines Bruders, Eric. Denn dort waren wir netterweise zur Graduation-Party seines Sohns, Keegan, eingeladen. Dort angekommen konnte Papa dann die komplette Familie kennenlernen. Zwar dauerte es ein wenig bis er wusste wer mit wem zusammenhängt, doch als er das mal raushatte, kannte er sich besser in der Familiengeschichte aus als ich. Nach stundenlangen Gesprächen mit Onkel Hans, war dann Opa Rudi an der Reihe. Ich weiß nicht, ob es an seinem Alter lag oder an der Tatsache, dass er zu viele Cocktails getrunken hatte.. jedenfalls hat Rudi es nicht ganz so durchhalten können deutsch zu sprechen, wie Onkel Hans es vorher schaffte. Dennoch schienen die Beiden eine gute, danke Rudi, feuchtfröhliche Zeit zu haben. Zwischenzeitlich habe ich mir auch schon ein wenig Sorgen gemacht, dass Papa zu viele Cocktails aufgedrückt wurden, da der Höhenunterschied ja doch schon einiges ausmacht. Aber er hat das gut hinbekommen, außerdem gab es ja dann auch bald Essen, sodass der ganze Wodka aufgesaugt werden konnte :-D. Als es dann soweit war, schnappte sich jeder einen Teller und ab gings durch die Essenstraße. Das Buffet ließ fast keine Wünsche mehr offen. Von einer gegrillten Sau, bis zu einem Tisch voller Salate und einer Reihe von Nachspeisen, war alles geboten und für jeden etwas dabei. Als es dann Zeit für ein Dessert war, war die Auswahl so groß, dass ich mich nicht mal entscheiden konnte. Während ich grübelnd vor dem Tisch voller Nachspeisen stand, kamen dann Keegans Kumpels um sich ein Dessert zu ergattern. Da ich mir einen Kommentar nicht verkneifen konnte, kamen wir dann auch schnell ins Gespräch. So wurden aus 10 unentschlossenen Minuten, was meine Nachspeise anging, dann schnell 30. Trotz einer netten Unterhaltung mit Zach siegte letztendlich meine Liebe zur Schokolade und ich probierte die „Brownie-Pizza“. Im Anschluss spielte ich dann mit den Jungs draußen eine Runde Riesenjenga und bewies meine Geschicklichkeit. Zach unterhielt mich dann weiterhin für ein paar Minuten bis er dann abgeholt wurde. Zwischenzeitlich kam mein verschollener Papa dann mal wieder vorbei und teilte mir mit, dass er von Rudi und Eric zum Zigarrenrauchen eingeladen wurde und Rudi ihn später heimfahre. Das freute mich sehr, dass es ihm so gefallen hat und er länger bleiben wollte. Ich wusste dann nicht so recht, ob ich nach Hause gehen sollte, oder noch etwas bleiben sollte. Also setzte ich mich ein wenig ans Feuer und wartete einfach ab. Das Ergebnis des ganzen war, dass ich mich mit den anderen Jungs und Tara, einem 16jährigen Mädel noch gut unterhielt und die Zeit nur so verflog. Als es dann etwas frisch wurde, verzogen wir uns in den Keller und setzten dort unsere Unterhaltungen fort. Diese handelten von verschiedenen Stereotypen und vielerlei Vergleichen, was die USA und Deutschland angeht. Natürlich will ich euch die deutschen Stereotypen nicht vorenthalten, also:

-          Deutsche sitzen im Kreis und trinken Bier

-          Deutsche Mädels haben blonde Haare und Sommersprossen

-          Deutsche Männer sind groß und haben einen Bierbauch

-          Alle Deutschen lieben Würste und Sauerkraut

Ein wenig später kam dann Papa ins Zimmer und teilte mir mit, dass er nun doch mal müde ist und er genug hat – in vielerlei Hinsichten ;) – Ich verabschiedete mich dann von den Jungs und da machte mein Handy gleich mal die Runde, sodass sich meine Kontaktliste um 3 Personen erweiterte.

Dafür, dass ich zwischenzeitlich dabei war vor Langeweile zu sterben, wurde es noch zu einem super Abend. Außerdem wurde sowohl Papa, als auch ich selbst um ein paar amerikanische Bekanntschaften reicher.

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