"Vicky, did you realize you have only two more weeks of work?!"

mit der ganzen Rasselbande in den Bergen
mit der ganzen Rasselbande in den Bergen

02.07.13

 

An diesem Morgen quälte ich mich aus meinem Bett und schlürfte in die Küche. Da ich noch etwas Schlaf hätte vertragen können, aber das Arbeiten anfangen musste, half nur noch ein großer Pott Kaffee. Da alle schon vor mir gegessen hatten, saß ich alleine mit meinem Kaffee am Tisch. Um halb 8 startete ich dann pünktlich meinen Arbeitstag, indem ich Monicas Auto in die Werkstatt brachte. Von dort fuhr mich ein Mitarbeiter zurück nach "Hause" und auf der Fahrt erzählte dieser mir, dass er 5 Jahre in Deutschland lebte. Auf meine Frage was ihm in Deutschland denn am besten gefiel antwortete er, dass er das Oktoberfest, unsere Weinfeste und Schweinebraten liebte. Da er mir seine halbe Lebensgeschichte erzählte, verflog die Zeit nur so und ich konnte gar nicht so schnell schauen, war ich wieder zurück. Den restlichen Vormittag verbrachte ich dann damit, fehlende Sachen für Vail zu packen. Da wir später nämlich alle nach Vail fuhren, mussten noch ein paar Kleinigkeiten erledigt werden. Monica war den Vormittag mal wieder mit ihren "errands" beschäftigt und ich hatte die Kids. Nach dem Mittagessen fuhr ich mit ihnen dann nochmal in die Bibliothek bevor der Trip losging. Ausgestattet mit Büchern und Filmen konnte es dann losgehen. Da Monicas Auto bis Freitag in der Werkstatt ist, fuhr sie meines nach Vail und ich fuhr Marcs Auto mit ihm als Beifahrer. Ich fuhr aus dem Grund, da ich nur bis Donnerstagmorgen bleibe und somit mit seinem Auto zurückfahren werde. Der Rest bleibt dann noch bis Sonntag, während ich Sturmfrei haben werde - YES!!!!!

 

Damit ich mich an sein Auto und das Fahren in den Bergen gewöhne, fuhr ich mit ihm als Beifahrer und Sophia und Thomas auf der Rückbank nach Vail. Nach 2h kamen wir dann heil dort an und brachten erstmal unser Zeug in die Ferienwohnung. Als wir dann fertig mit auspacken und CO waren, ging ich mit Sophia und Catherine in der Innenstadt bummeln, während Marco mit den zwei Kleinen zum Spielplatz ging. Nach unserer Shopping-Tour holten wir die Anderen am Spielplatz ab und machten uns auf den Weg zurück zum Auto. Da musste es natürlich das Regnen anfangen. Zurück an der Ferienwohnung angekommen, wartete Monica mit einem Kofferraum voller Einkäufe auf uns, welche wir in die Wohnung schleppten und verräumten. Zusammen mit Catherine und Sophia kochte ich dann Abendessen - Nudeln mit Tomatensoße und Salat. Mit vollem Magen begab ich mich mit den beiden großen Mädels dann zum Indoor-Pool. Dort chillten wir im Whirlpool und genossen den Abend noch etwas nur unter Mädels. Das Zimmer teile ich mir auch mit den zwei Großen, sodass wir noch ein wenig Fernseh zusammen schauen konnten, bevor wir einschliefen.

 

03.07.13

 

Nach einer kalten Nacht auf einer Luftmatratze, war diese um halb 8 auch schon wieder vorbei. Da so gut wie alle ihre Haare schneiden ließen, verschwanden Marc und Monica mit den kleinen Kids um 8. Sophia, Catherine und ich aßen dann in Ruhe Frühstück. Da mal wieder alle anderen zu faul waren, die Spülmaschine auszuräumen, erbarmte ich mich. Außerdem bekommt man in den USA anscheinend niemals gelernt, dass man sein benutztes Geschirr in die Spülmaschine packt - selbst meinen Gasteltern räume ich hinterher. Jedenfalls kamen Marc und die zwei Kleinen ein wenig später zurück um den Mädels zu sagen, dass sie zum Haarschneiden können. Während sie ihre Haare geschnitten bekamen, ging ich mit Marc und den Kleinen auf einen nahegelegenen Spielplatz. Zurück in der Ferienwohnung später beschlossen wir dann, dass wir zu einer Ranch fahren. Nach einer enorm holprigen Fahrt, kamen wir in einem wunderschönen Tal an. Dort genossen wir dann für ein paar Stunden die wundervolle Aussicht und aßen ein wenig Lunch dort. Nach unserer Exkursion und dem holprigen Weg zurück, chillten wir ein wenig in der Ferienwohnung bis Monica und Marc essen gingen mit Freunden. Da muss dann natürlich ausgenutzt werden, dass ich dabei bin, sodass ich statt 4 Kinder dann auf einmal 6 zum aufpassen hatte. Zuerst topten sie sich im Pool aus und nach einem Pizza-Dinner schauten sie mit vollgeschlagenem Bauch noch einen Film. In der Zwischenzeit räumte ich das Chaos in der Küche auf und genoss ein paar ruhige Minuten bis die Eltern wiederkamen. Als Monica dann etwas zu Natalie sagte, musste ich mir das Lachen verkneifen da sie wahnsinnig lallte. Hatte Mrs. Perfekt wohl ein paar Drinks zu viel :-D

 

04.07.13 - Independence Day

Happy 4th of July!

Nach meinem gewohnten Oatmeal-Frühstück, packte ich meine Tasche zusammen. Als Monica später auch mal aus ihrem Loch gekrochen kam, fragte sie mich genau die selben Fragen noch einmal, die sie mich gestern Abend schon fragte. Hat sie wohl etwas zu tief ins Glas geschaut. Jedenfalls machten sich alle fertig und dann begaben wir uns in die Innenstadt, um dort die 4th-of-July-Parade anzusehen. Diese begann mit der Nationalhymne und wie bei unseren Umzügen freuten sich die Kids am meisten über die Süßigkeiten, welche verteilt werden. Wir brutzelten dann circa eine Stunde in der Sonne und sahen zu wie das Spektakel seinen Lauf nahm. Als es dann doch zu heiß wurde, packten wir sämtliche Süßigkeiten in eine Tüte und liefen zurück zum Auto. An der Ferienwohnung angekommen, schnappte ich mir dann meine Tasche, um mich auf den Heimweg zu machen. Nach einer 2 stündigen Autofahrt durch die Berge war ich froh fast zu Hause angekommen zu sein, aber nur fast. Da die Tankleuchte schon ein wenig vorher das Aufleuchten begann, hatte ich Angst liegenzubleiben. Also beschloss ich noch ein wenig Sprit zu tanken, damit ich es noch nach Hause schaffe. War ja klar, dass man da nicht tankt, wenn eh nur das Au Pair das Auto hat. Jedenfalls kam ich Gott sei Dank heil an, was die Hauptsache war. Nach meinem Lunch zu Hause suchte ich meine besten Freunde, das Laufband und den Stepper, im Gym auf. Im Anschluss hatte ich schon wieder Hunger und begann deshalb zurück zu Hause mein Abendessen vorzubereiten. Da sie mir ja nicht die Welt hier ließen, musste ein Salat mit Bohnen ausreichen. Mit Anna-Lena machte ich dann aus, dass wir am Abend zusammen Feuerwerk anschauen, nur wo wussten wir noch nicht. Nach kurzer Google-Recherchen schlug ich dann vor nach Aurora zu fahren, da dort das beste Feuerwerk der Umgebung stattfinden sollte. Anna-Lena holte mich dann um 8 ab und wir begaben uns nach Aurora. Dort waren Tausende von Menschen auf sämtlichen Grünflächen verteilt, welche alle darauf warteten, dass das Feuerwerk losgeht. Natürlich waren wir Deutschen mal wieder nicht dem Anlass entsprechend ausgetattet, da wir weder Campingstühle, noch Tonnen von Essen dabei hatten. Trotzallem konnten wir das Feuerwerk genauso auf unserer Picknick-Decke genießen. Es war unglaublich wie lange es sich hinzog. Es war das längste Feuerwerk, das ich jemals gesehen habe und dazu auch echt wahnsinnig schön. Die Musikbegleitung war in manchen Momenten zwar etwas unpassend, aber da kann man ja darüber hinwegsehen.

 

05.07.13 Vicky allein zu Haus - Tag Nr 1

Um halb 8 klingelte mein Wecker, da ich Monicas Auto aus der Werkstatt abholen sollte. Während ich mein Oatmeal genoss, rief ich in der Werkstatt an, um ein Shuttle zu bestellen. 20 Minuten später stand Ray, mein Chauffeur, auch schon vor der Tür. Ready for a workout, holte ich in meinen Sportklamotten Monicas Auto ab und fuhr auf direktem Wege ins Fitnessstudio. Dort verbrachte ich dann meinen Vormittag bis ich hungrig wurde und mich auf den Rückweg machte. Nach meinem Mittagessen packte mich mal wieder der Shoppingwahn und ich fuhr zu Tj Maxx, wo ich um eine Sporthose reicher wurde. Da mein Verlangen aber noch nicht gestillt war, fuhr ich noch zur Park Meadows Mall um noch ein wenig länger zu bummeln. Nach ein paar Stunden Schnäppchenjagd hatte ich doch mal genug und ich fuhr wieder nach Hause. Den restlichen Abend verbrachte ich dann auf der Couch vor dem Fernseh und mit Papa im Skype.

 

06.07.13 Vicky allein zu Haus - Tag Nr 2

 Trotz Wochenende und Sturmfrei begann mein Tag um 7 Uhr morgens, allerdings nicht mit Oatmeal. Nein, dieser Tag begann mit Pancakes aus sämtlichen Zutaten, welche ich im Küchenschrank auftreiben konnte. Diese bestrich ich noch mit Peanutbutter und tataaaaa, mein Frühstück war angerichtet. Im Anschluss schwang ich mich aufs Fahrrad und düste zum Fitnessstudio, um gerade noch rechtzeitig zu meiner Class zu kommen. Nach ein paar schweißtreibenden Stunden fuhr ich dann wieder zurück nach Hause und machte mir mein Mittagessen. Diesem folgten dann sämtliche Aufgaben welche ich erledigen sollte, wie Blumen gießen, Wäsche machen und Staubsaugen. Nach meiner wohlverdienten Dusche skypte ich mit Ferdi und Consti bis Anna-Lena dann zu mir kam. Wir fuhren zusammen zu King Supers um dort Zutaten für unser Abendessen einzukaufen. Letztendlich verließen wir den Laden mit Brokkoli, Paprika und Tofu, woraus wir bei mir eine Gemüse-Tofu-Pfanne mit Couscous zauberten. Mit vollgeschlagenem Magen spazierten wir später zu Nova-Yoghurt um dort unsere Nachspeise, ein Froyo, zu schlemmen. Damit wir einen Teil gleich wieder abtrainieren, spazierten wir auch wieder zurück. Ein paar Minuten später machte sich Anna-Lena wieder auf den Heimweg und ich verbrachte den restlichen Abend vor dem Fernseher.

 

07.07.13 - vorbei mit Ruhe und Gemütlichkeit

8.30 Uhr in Denver, Vicky begibt sich von ihrem Bett in die Küche. Dort kochte ich mir dann aus Hafer- und Quinoaflocken mein Frühstück. In Ruhe dippte ich meine Apfelstücke in mein Oatmeal und trank meinen Kaffee nebenbei. Anschließend schwang ich mich aufs Fahrrad und düste zum Fitnessstudio, da um 10 meine "Body-Blitz Class" anfing. Wie immer war ich bis gegen Mittag in meinem zweiten zu Hause bis ich wieder heimradelte. Dort machte ich mir erstmal Mittagessen bevor ich Oma bei Skype zurückrief. Beim Skypen hatte Frau Grießhammer dann auch die Ehre sich mit mir am anderen Ende der Welt zu unterhalten, da sie gerade bei Oma zum Kaffeetrinken waren. Ein wenig später kam dann auch schon meine Gastfamilie zurück und es war vorbei mit der Stille im Haus. Meinen Nachmittag verbrachte ich dann damit, mit ihnen Film zu schauen und "Mensch ärgere dich nicht" zu spielen. Außerdem kam Thomas dann irgendwann in mein Zimmer mit seinen Plastikpistolen und fragte mich ob ich denn nicht einen kleinen "Fight" mit ihm haben will. Also rannte ich mit meiner Plastikpistole durchs Haus und beschoss Thomas mit Schaumstoffkugeln. Irgendwann wurde es mir aber dann doch zu doof und ich beschloss noch eine Stunde draußen spazieren zu gehen. Als ich wieder zurückkam, war das Abendessen, Pizza, gerade fertig, sodass ich mir schnell einen Salat machte und mich mit an den Tisch setzte. Nach dem Essen meinte Monica so zu mir: "Vicky, did you realize you have only two more weeks of work?!" - ja, unglaublich aber wahr. Ein Jahr ist wirklich fast vorbei und die Heimkehr rückt näher. Meine Rückflugdaten lassen aber immernoch auf sich warten :/ Naja, jedenfalls freue ich mich schon so wahnsinnig auf alles und jeden zu Hause, das kann man gar nicht beschreiben.

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